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Das Smartphone zum Vorbild

24. März 2020, 09:30 Uhr   |  Meinrad Happacher

Das Smartphone zum Vorbild
© Bosch Rexroth

Bosch Rexroth hat eine neue Automatisierungsplattform ­entworfen und sich dabei sehr stark von der Smartphone-Technologie inspirieren lassen. – Was aber ist nun bei ctrlX Automation anders als bei herkömmlichen Steuerungen?

Würde die Automatisierungstechnik heute im Silicon Valley neu erfunden werden, dann wäre das Smartphone wahrscheinlich das große Vorbild. Es kombiniert eine extrem hohe Funktionsintegration mit einer intuitiven Bedienung. Anwender können unter Millionen von Apps wählen und ihre Geräte individualisieren. Diesen Ansatz hat Bosch Rexroth auf die Automatisierung übertragen und mit ctrlX Automation eine offene Plattform entwickelt.
»Der Paradigmenwechsel ist überfällig«, betont Steffen Winkler, Vertriebsleiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions von Bosch Rexroth. »Mit Industrie 4.0 und dem Industrial Internet of Things wachsen IT und Automatisierung immer enger zusammen«, beschreibt Winkler den alles überlagernden Trend. Die logische Folge: Automatisierungstechnik muss sich mit geringstmöglichem Aufwand in die Informationstechnologie der Anwender einfügen. Das geht wesentlich einfacher, wenn sie die gleichen Kommunikationsstandards und Programmier-umgebungen wie die IT-Welt nutzt.

Die neue Steuerungsplattform orientiert sich an den Consumer- und Arbeits-Welten, in denen Funktionen als frei kombinierbare Apps auf allen Geräteklassen laufen.
© Bosch Rexroth

Die neue Steuerungsplattform orientiert sich an den Consumer- und Arbeits-Welten, in denen Funktionen als frei kombinierbare Apps auf allen Geräteklassen laufen.

Eine besondere Rolle spielt dabei die intuitive Bedienbarkeit der Technik. Bereits in der Mitte dieser Dekade stellen die Generationen Y und Z weltweit 75 % der Beschäftigten. Sie sind mit dem ­Internet und Smartphones aufgewachsen, mit grafischen Bedienoberflächen, Software-Assistenten und intuitiver Bedienung.
Sie kennen Technologien nur vernetzt und Informationen sind für sie jederzeit und von jedem Ort aus abrufbar – und das erwarten sie auch im Beruf. Bosch Rexroth verschmilzt deshalb bei der neuen Plattform die Automatisierung, die Informationstechnologie und das Internet der Dinge in einem durchgängig offenen System. Die klassische, oft her­stellerspezifische Automatisierungssoftware stößt zunehmend an ihre Grenzen, was die Flexibilität und die Software-Architekturen betrifft. Die Einbindung von IT-Funktionen in geeigneten Programmiersprachen oder Updates einzelner Anwendungen sind oft nur auf einem separaten Industrie-PC möglich. Bosch Rexroth setzt daher auf eine offene Software-Architektur mit flexibler App-Technologie und der Möglichkeit, in ver­schiedensten IT-Programmiersprachen zu arbeiten. 

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1. Das Smartphone zum Vorbild
2. Zentraler Zugriff auf Echtzeit- und nicht Echtzeit-Daten
3. Anwendungen freischalten und updaten
4. Eine Steuerung für alle ­Aufgaben

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