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Das Smartphone zum Vorbild

24. März 2020, 09:30 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Anwendungen freischalten und updaten

Die High-Performance CPU  ctrlX Core kann durchgängig im  Embedded Controller, in Industrie PCs oder direkt in den Antrieb.
© Bosch Rexroth

Die High-Performance CPU ctrlX Core kann durchgängig im Embedded Controller, in Industrie PCs oder direkt in den Antrieb.

Bislang ist es üblich, dass einmal vom Hersteller programmierte Maschinen-Software beim Anwender über viele Jahre unverändert läuft. Das ist in Zeiten immer stärkerer Vernetzung und höherer Ansprüche an die Flexibilität nicht mehr zeitgemäß. Zukünftig werden industrielle Anwendungen viel stärker als bisher anhand ihrer Update-Fähigkeit gemessen. Auch hier vergrößern sich mit der neuen Lösung die Gestaltungs-möglichkeiten. Das Hinzufügen oder Entfernen einzelner Apps hat keine Rückwirkungen auf das Gesamtsystem. Entwickler können durch die Auswahl der Apps ihre Anwendungen individuell an die Kundenanforderungen anpassen und je nach Bedarf Funktionen freischalten oder selbst ergänzen. Das reduziert die Komplexität bei Updates und bereitet die Automatisierungslösung darauf vor, auch zukünftige Anforderungen in bestehenden Anwendungen zu erfüllen. 

Offene Kommunikation

Die ctrlX Core CPU kann auch in den skalierbaren ctrlX IPC integriert werden.
© Bosch Rexroth

Die ctrlX Core CPU kann auch in den skalierbaren ctrlX IPC integriert werden.

Was die Kommunikation betrifft, so »setzten wir in der Feldkommunikation auf etablierte Standards«, so Steffen Winkler. Die Steuerungen unterstützen demnach bei den Master-Schnittstellen vorrangig Ethercat sowie Slave-seitig zusätzlich Profinet, Ethernet/IP und Sercos. Über digitale Typenschilder identifizieren sich die intelligenten Automatisierungskomponenten und Peripheriegeräte automatisch bei der Steuerung. Das reduziert den Inbetriebnahme-Aufwand deutlich. 
Bosch Rexroth arbeitet mit in der herstellerübergreifenden Arbeitsgruppe der OPC Foundation, die sich der Definition der OPC-UA-Echtzeit-Erweiterung Field Level Communication (FLC) inklusive TSN angenommen hat. Schon jetzt sind in der Steuerung ctrlX Core ein OPC-UA-Server und -Client integriert, die auch die neue OPC-UA-PubSub-Spezifikation unterstützen werden. »Sobald OPC-FLC-Echtzeit-Querkommunikation verfügbar ist, reicht es, die entsprechende App zu installieren, um darauf umzustellen«, kündigt Winkler an. 

Für die Kommunikation mit der IT und dem IoT bieten die neuen Steuerungen darüber hinaus eine Vielzahl bereits installierter Protokolle und Standards. Die Plattform unterstützt mehr als 30 Standards der IT. Damit lassen sie sich schnell und ohne Programmieraufwand zu zahlreichen Enterprise-IT und Cloud-Systemen verbinden. Auch zukünftige Kommunikationsstandards laden Anwender einfach über Apps in die Steuerung und können sie innerhalb von Minuten einsetzen. Das Engineering erfolgt dabei fast ausschließlich web-basiert und verzichtet somit auf aufwendige Software-Installationen.

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1. Das Smartphone zum Vorbild
2. Zentraler Zugriff auf Echtzeit- und nicht Echtzeit-Daten
3. Anwendungen freischalten und updaten
4. Eine Steuerung für alle ­Aufgaben

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