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Klein(st)steuerungen

Auf Basis von Arduino & Co.

18. November 2015, 14:26 Uhr   |  Günter Herkommer

Auf Basis von Arduino & Co.
© Conrad Electronic

Die Newcomer in der Steuerungswelt: Neben den bisherigen, drei Standard-Ausführungen sollen die Controllino-Steuerungen künftig auch als OEM-Versionen verfügbar sein.

Diverse Aussteller treten auf der SPS IPC Drives an, mit ihren Open-Source-basierten Lösungen den etablierten Steuerungsplattformen Konkurrenz zu machen. Computer&AUTOMATION hat sich diesbezüglich umgehört.

Doppelte Premiere am Stand 228 in Halle 3A: Conrad Business Supplies ist zum erstem Mal als Aussteller in Nürnberg vertreten. Auf dem Stand des Distributors ebenfalls erstmals zu sehen: Die Controllino-Steuerungen des österreichischen Unternehmens SG-Tronic. Hierbei handelt es sich um ein neues Geräte-Konzept auf Basis der Open Source Plattform Arduino. Das heißt: Controllino basiert auf denselben Amtel-Prozessoren wie die Arduino-Familie und setzt auch vom schematischen Aufbau und den Schnittstellen auf diese Plattform, ist aber darüber hinaus aber von SG-Tronic für industrielle Zwecke fit gemacht worden. Zu den Hauptfunktionen zählen die direkte Prozessorverbindung mit 4000-V-ESD-Schutz an allen Anschlüssen, eine Reihe an Schnittstellen wie SPI, I2C, RS232, RS485 sowie eine integrierte Echtzeituhr, die sich ein- und ausschalten lässt. Ein USB-Anschluss an der Vorderseite ermöglicht eine einfache Programmierung.

Konkret umfasst die Controllino-Familie zum Start drei verschiedene Modelle: Mini, Maxi und Mega. Die Mini-Version bietet verschiedene Ein- und Ausgänge (6 Relais-Ausgänge, 8 Analog-/Digital-Eingänge und 8 Digital-Ausgänge) im kompakten Gehäuse (94,5 x 59,4 x 36 mm). Das Maxi-Modul bietet mehr Flexibilität (10 Relais-Ausgänge, 12 Analog-/Digital-Eingänge und 12 Digital-Ausgänge) sowie einen Ethernet-Anschluss und eine zweite RS232-Schnittstelle. Die höchste Spezifikation bietet das Mega-Modul, das Ströme bis zu 30 A handhaben kann und 16 Relais-Ausgänge, 24 Analog-/Digital-Eingänge, 12 High-Side-Switch-Digital-Ausgänge und 12 weitere Halbbrücken-Digital-Ausgänge bietet.

Auf die Frage, welche Chancen er Steuerungen auf Open-Source-Basis im Industrieumfeld abgesehen von Entwicklungsprojekten einräumt, entgegnet Markus Obermeier, Produktmanager bei Conrad Business Supplies: "Die Controllino-Geräte lassen sich grundsätzlich für einfachste Schaltaufgaben bis hin zu komplexen und zeitkritischen Applikationen zum Beispiel in Anlagen der Lebensmittelindustrie einsetzen. Wir sehen hierbei keine Limits und es sind auch keine umfangreichen IT-Kenntnisse zum Umgang mit diesen Controllern notwendig. Die Verantwortung liegt aber immer bei dem, der die Anwendung umsetzt. Dieser sollte natürlich wissen, was er programmiert. Das heißt zum Beispiel: Ist eine Anwendung in einem sicherheitsrelevanten Umfeld, muss bei der Programmierung darauf geachtet werden, dass die entsprechend gültigen Normen eingehalten werden."

Neben Controllino zeigt Conrad in Nürnberg auch das erste Produkt der Serie C-Control Open. Damit trägt der Distributor bei seiner Steuerungs-Eigenmarke ebenfalls dem Open Source Softwaretrend Rechnung, sprich die C-Control Open wird mit der Programmieroberfläche von Arduino programmiert.

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1. Auf Basis von Arduino & Co.
2. So entstand die Controllino-Steuerung
3. Controllino nach IEC 61131-3 programmieren
4. Das Open-Source-Portfolio von RS Components

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