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Industrie 4.0: SmartFactory auf EU-Ebene gegründet

Am 26. September erfolgte in Eindhoven (NL) die Gründung der europäischen Vereinigung SmartFactory-EU EWIV. Die Leitung als Gründungsgeschäftsführer wurde Prof. Dr. Detlef Zühlke, langjähriger Leiter der SmartFactory-KL, übertragen.

SmartFactory-EU gegründet Bildquelle: © Deutsch-Niederländische Handelskammer

v.l.n.r.: Dirk Torfs (Flandersmake), John Blankendaal (Brainport Industries) und Detlef Zühlke (SmartFactory-EU) bei der Vertragsunterzeichnung.

Die Ursprungsidee stammt von der SmartFactory-KL. Der Verein ist im DFKI angesiedelt und seit 14 Jahren Pionier auf dem Gebiet der smarten Produktion. Die Arbeiten und Forschungsergebnisse aus Kaiserslautern verbreiten sich seit 2011 unter dem Schlagwort Industrie 4.0. Mittlerweile hat sich der Begriff international etabliert. In allen industrialisierten Regionen der Welt wurden Organisationen gegründet, die die digitalisierte Produktion und Forschung national vorantreiben oder koordinieren.

Bereits 2017 wurde von der EU der Wunsch geäußert, die mittlerweile zahlreichen Aktivitäten in vielen Mitgliedsstaaten unter ein Dach zu stellen und damit die Position Europas auf dem Weltmarkt zu stärken. Unter der Leitung von Flanders Make (Belgien), Brainport Industries (Niederlande) und der SmartFactory-KL/Deutschland erfolgte nun die Gründung der SmartFactory-EU EWIV mit Sitz in Kaiserslautern. Der Zusatz EWIV weist darauf hin, dass die Gesellschaft auf dem Recht der EU basiert.

„Die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen aus Flandern und Kaiserslautern gibt uns die Möglichkeit, Kenntnisse über Industrie 4.0-Technologien auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln“, sagt John Blankendaal, Geschäftsführer von Brainport Industries, und ergänzt: „Das verarbeitende Gewerbe macht nicht an Ländergrenzen halt, daher ist es in Bezug auf Innovationen sinnvoll, die Verbindungen auf europäischer Ebene zu stärken”. Prof. Detlef Zühlke fügt hinzu:  „Alle europäischen Betreiber von vergleichbaren Forschungs- und Demonstrationszentren rund um Industrie 4.0 sind eingeladen, als Mitglieder unserem Anliegen und damit der europäischen Volkswirtschaft eine starke Stimme zu verleihen“.