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SPS-Programmierung: SFC - PLCopen veröffentlicht ‚do's & don'ts‘

Für viele Programmiersprachen existieren heute Guidelines zur Strukturierung der Software. Was die Sprachen der IEC 61131-3 und deren PLCopen-Erweiterungen betrifft, gab es hier lange Defizite. Die PLCopen hat diese nun behoben – auch beim Thema SFC.

Programmbeispiel SFC Bildquelle: © PLCopen

SFC strukturiert die interne Organisation eines Programms und hilft, ein Steuerungsproblem in überschaubare Teile zu zerlegen.

Um der Komplexität größerer Programme gerecht zu werden, sind heute moderne Software-Entwicklungsprozesse vonnöten, die einen strukturierten Ansatz unterstützen und wiederverwendbaren Code erzeugen. Außerdem gilt es, die Effizienz durch Wiederverwendung vordefinierter Funktionalitäten zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund har PLCopen im Jahr 2015 eine Initiative für Software-Konstruktionsrichtlinien gestartet, die bisher in der Veröffentlichung zweier Dokumente resultierte:

  • PLCopen Coding Guidelines (veröffentlicht 2016) sowie
  • Erstellung von PLCopen-konformen Bibliotheken (veröffentlicht 2017)

Mit ‚Strukturierung mit SFC: do's and don'ts‘ ist jetzt ein drittes Dokument als Version 1.0 erschienen. Dieses Dokument erläutert die Vorteile von Sequential Function Chart - kurz SFC. Bei SFC handelt es sich um einen grafischen Formalismus der IEC 61131-3, der die Möglichkeit bietet, eine Programm-Organisationseinheit einer programmierbaren Steuerung in eine Reihe von Schritten und Übergängen aufzuteilen, die durch gerichtete Links miteinander verbunden sind. Jedem Schritt ist eine Reihe von Aktionen zugeordnet, und jedem Übergang eine Übergangsbedingung. Da SFC-Elemente die Speicherung von Statusinformationen erfordern, sind die einzigen Bausteine, die mit diesen Elementen strukturiert werden können, Funktionsblöcke und Programme (keine Funktionen).

Das Dokument kann von der PLCopen-Website als PDF heruntergeladen werden.