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ABB auf der Hannover Messe 2017: Auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Die Branche befindet sich auf dem Weg ins digitale Zeitalter – so auch ABB. Der schwedisch-schweizerische Konzern bündelt seine diesbezüglichen Angebote nun unter dem Slogan 'ABB Ability' und stellt auf der Hannover Messe 2017 eine Reihe 'smarter' Lösungen vor.

ABB Bildquelle: © ABB

Dr. Christopher Ganz: "Entscheidend ist, die in der digitalen Welt geschaffenen Werte auch wieder in die physikalische Welt zu transferieren."

Seit über 40 Jahren stattet ABB nach den Worten von Dr. Christopher Ganz, Group Service R&D Manager, Geräte und Systeme mit Software und (digitalen) Schnittstellen aus und generiert heute bereits 55 % seines Umsatzes mit entsprechenden Produkten. In Summe könne ABB bis dato auf über

  • 70 Millionen verbundene Geräte, 
  • 70.000 digitale Steuerungssysteme und
  • 6000 Softwarelösungen der Enter­prise-Klasse verweisen

Vor diesem Hintergrund sieht Ganz den eigenen  Konzern als digitalen ‚Hidden Champion‘, der sich allerdings nach außen beim Thema Industrie 4.0 noch stärker positionieren müsse. Ergo bündelt das Unternehmen sein Angebot an digitalen Lösungen und Dienstleistungen über alle Branchen hinweg nun unter dem Slogan ‚ABB Ability‘, mit dem Ziel, vorhandene Techniken mit neuen Services und Technologien weiter aufzuwerten und so die Produktivität durch weniger Ausfallzeiten, höhere Effizienz und bessere Erträge weiter zu steigern.

Was Christopher Ganz bei den Diskussionen rund um IoT, Industrie 4.0 & Co. wichtig zu betonen ist: „Digitalisierung ist mehr, als lediglich ein intelligentes Gerät mit der Cloud zu verbinden. Vielmehr befinden sich dazwischen sehr viele Analytics-Funktionen, die es zielgerichtet dort einzusetzen gilt, wo es jeweils am meisten Sinn macht. Und dies kann auch direkt an der Maschine sein – Stichwort Analytics at the edge.“

Was das Thema Cloud generell betrifft sieht Ganz die Zeit vorbei, „dass jemand glauben darf, er könne dieses Gebiet als Einzelner beherrschen.“ Vielmehr verfügten heute alle großen Marktplayer über ihre eigenen Lösungen und die Kunden werden sich – je nach Anforderung und eigener Vorliebe – für verschiedene dieser Lösungen entscheiden. Damit ergebe sich die Herausfor-derung, wie sich die Daten auf einfache Art beziehungsweise standardisiert zwischen den unterschiedlichen Clouds austauschen lassen. „Wenn wir auf diesem Level einmal so weit sind wie heute zum Beispiel bei den Schaltanlagen mit der IEC 61840, dann wäre viel gewonnen“, so der Digitalisierungsexperte. 

Apropos Schaltanlage: Auf der Hannover Messe wird ABB das Konzept einer digitalen Schaltanlage vorstellen. Analoge Signale über Kupferkabel werden künftig durch digitale Kommunikation über Glasfaserkabel ersetzt. Ferner enthalten digitale Umspannwerke auch intelligente elektronische Geräte mit integrierter Informations- und Kommunikationstechnologie. Über das Internet der Dinge werden deren Zustandsdaten in Echtzeit und rund um die Uhr gesammelt. Diese Daten lassen sich schließlich mit Cloud-basierter Software filtern und analysieren.