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Gebäudeautomation: Backöfen-Hersteller spart mit Energie-Monitoring

Der Betrieb von Bäckereien ist Energie-intensiv – gleiches gilt für die Herstellung der dafür erforder­lichen Backöfen. Um speziell im Bereich der Gebäudetechnik signifikante Einsparungen zu erzielen, hat der ­Ausrüster MIWE in ein Monitoring-System basierend auf einem modularen I/O-System investiert.

Monitoring System von Miwe Bildquelle: © MIWE

Backöfen möglichst effizient zu machen, ist eines der Ziele der Firma MIWE Michael Wenz aus Arnstein. In seiner fast 100-jährigen Geschichte hat sich das Unternehmen mit den aktuell mehr als 700 Mitarbeitern zu einem international tätigen Ausrüster für Backbetriebe entwickelt – stets mit dem Anspruch, technologisch eine Vorreiterrolle zu übernehmen. So brachte MIWE beispielsweise in den 1960er-Jahren den so genannten Stikkenofen auf den Markt, der durch die effiziente Beschickung mit einem Wagen die Arbeit in den Backstuben deutlich erleichtert hat. Auch die Entwicklung des ‚Sicht- und Duft-Backens‘ am Point-of-Sales haben die Unterfranken durch die Einführung von Backstationen mit geprägt.

Derzeit ist Energie-Effizienz eines der Themen, zu dem man sich bei MIWE aktuell sehr hohe Ziele gesteckt hat. So versieht das Unternehmen seine neuen Produkte mit der Zusatzbezeichnung e+, wenn sie im Vergleich zum Vorgängermodell eine um mindestens 10 % höhere Energie-Effizienz aufweisen. Und im Geschäftsbereich ‚MIWE energy‘ unterstützt MIWE die Kunden dabei, die gesamte Backstube energetisch zu optimieren.

Um in Sachen Energie-Effizienz glaubwürdig auftreten zu können, hat MIWE außerdem unlängst die Energie-Effizienz der eigenen Produktion unter die Lupe genommen und in diesem Zusammenhang ein durchaus ehrgeiziges Ziel ins Auge gefasst: Pro Jahr sollte die verbrauchte Energiemenge des gesamten Betriebs um 5 % gegenüber dem Vorjahr sinken – bei jährlichen Gesamt-Energiekosten von über 1 Mio. Euro ein überaus lohnendes Projekt. Weil knapp die Hälfte der Energiekosten bei MIWE durch den Betrieb der eigenen Gebäude entsteht, sollte speziell in diesem Bereich Energie eingespart werden. Das weitläufige Gelände am Standort Arnstein umfasst etwa 100.000 m2 Gesamtfläche, geheizt wird überwiegend mit Gas oder Öl. Gerade die Weitläufigkeit macht es sehr schwierig, die einzelnen gebäudetechnischen Anlagen zu überwachen. Und obwohl ein recht großer Aufwand betrieben wird, diverse Messdaten zu erfassen, zu protokollieren und auszuwerten, lassen sich Störungen oftmals nicht sofort erkennen.