Prozessindustrie

Achema 2021 mit neuen Fokusthemen

21. November 2019, 8:00 Uhr | Davina Spohn
Besucher auf der Achema
Rund 3.700 nationale und internationale Aussteller zeigen auf der Achema 2021 in elf Messehallen ihre aktuellen Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in den Bereichen chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie.
© Dechema

Vom 14. bis zum 18. Juni 2021 steht das Frankfurter Messegelände wieder im Zeichen der Prozessindustrie. Die im dreijährigen Turnus stattfindende Achema geht mit neuen Fokusthemen, neuem Webauftritt und neuen Veranstaltungsformaten in eine neue Runde.

Gut eineinhalb Jahre vor dem Start der 33. Achema laufen die Vorbereitungen schon auf vollen Touren. Zu den drei neuen Fokusthemen gehören 2021:

  • Produkt- und Prozesssicherheit:
    Der zunehmende Einsatz von Internet of Things (IoT)-Geräten in Betrieb und Produktion bringt die IT- und Cybersicherheit ganz nach oben auf Prioritätsliste. Cyberangriffe werden immer häufiger. Das Wechselspiel zwischen physischer und virtueller Welt muss deshalb abgesichert werden. Es gilt, Schwachstellen über die gesamte Wertschöpfungskette zu bewerten und zu beheben, von der Beschaffung der Rohstoffe bis zum Recycling der Produkte am Ende ihrer Lebensdauer.
  • „The digital lab“:
    Bis zu intelligenten digitalen Workflows in einem vollständig vernetzten Labor ist es meist noch ein langer Weg. Die Grundlage ist mindestens der Aufbau einer leistungsfähigen IT-Umgebung und voll integrierter Geräte; es kann aber auch so weit gehen, dass die Laborräume vollständig neu gestaltet und aufgeteilt werden. F&E-Labore und Qualitätssicherungslabore können dabei unterschiedliche Ansätze verfolgen. Daher ist ein modularer Aufbau für das Labor ebenso wünschenswert wie für Produktionsanlagen. Beide Labortypen erzeugen eine große Datenmenge, die mit Big-Data-Methoden ausgewertet werden müssen.
  • Modulare und vernetzte Produktion:
    Fertigungsprozesse in der chemischen und pharmazeutischen Industrie müssen flexibel, schnell und kostengünstig sein. Modulare Prozess-Skids, die das leisten können, sind vorkonfektioniert, werden im Technikum getestet und dann vor Ort montiert. Die Skids sind mit einer eigenen programmierbaren Steuerungslogik ausgestattet oder können in ein übergeordnetes Prozessleitsystem integriert werden. Module Type Packages (MTP) mit offenen Standardschnittstellen ermöglichen eine echte Interoperabilität. Modulare Anlagen sind der Schlüssel, um Kundenwünsche nach kleinen Chargen unterschiedlicher Produkte zu erfüllen.

Die Organisatoren der Achema – die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (Dechema) – arbeiten zudem an neuen Formaten, die noch mehr Gelegenheit für Diskussion und Networking bieten sollen. Dazu gehören Matchmaking-Tools und neue interaktive Veranstaltungsformate. Sie sollen die Diskussion anregen und setzen zusätzliche Impulse. Auch die Hallenaufteilung soll leicht angepasst werden, um die baulichen Veränderungen auf dem Messegelände optimal zu nutzen und die brandneue Halle 12 in der Mitte des Areals zu integrieren. So will die Messe den Besuchern die Gelegenheit geben, Lösungen und Produkte für die Prozessindustrie live zu erleben und globale Kontakte zu knüpfen. Mit der neu gestalteten Webseite steht ein Informationszentrum zur Verfügung, das neben aktuellen Neuigkeiten zur Veranstaltung auch die Themen ins rechte Licht rückt und damit Ausstellern und Besuchern im Vorfeld die Möglichkeit gibt, Impulse zu setzen und sich über neue Trends zu informieren.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Verwandte Artikel

DECHEMA e.V.