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Industrie 4.0

Wo bleiben die neuen Geschäftsmodelle?

16. Oktober 2019, 07:00 Uhr   |  Jean-Michel Cagin, Michael Mansard


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Paradebeispiel Schneider Electric

Schneider Electric, eines der weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Energiemanagement und Industrieautomatisierung, hat bereits zahlreiche Angebote auf flexible Nutzungsmodelle umgestellt. Das Unternehmen will die digitale Neuausrichtung von Energiemanagement und Automatisierungstechnik vorantreiben und sorgt dafür, dass sich IoT-fähige Lösungen nahtlos vernetzen lassen, um Daten in Echtzeit erfassen und analysieren zu können. Mit seinem EcoStruxure Facility Ad-visor hilft Schneider Electric beispielsweise Gebäude-Eigentümern oder -Betreibern, die Energieeffizienz von kleinen bis mittelgroßen Gebäuden zu verbessern, den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten und die Betriebs- und Wartungskosten zu optimieren. Der Advisor ist eine von zahlreichen Lösungen der EcoStruxure-Plattform, die in 480.000 Liegenschaften weltweit zum Einsatz kommt und an die über 1,6 Millionen Geräte angebunden sind. Über 20.000 Partner und Systemintegratoren unterstützen die Kunden mit dieser Plattform. Der Advisor arbeitet mit einer Cloud-basierten Software, die in Echtzeit auf Daten in den Gebäuden zugreift und diese mit Hilfe moderner Analysemethoden auswertet. Der Kunde erhält wertvolle Informationen, die ihn beim optimalen Betrieb des Gebäudes unterstützen. Gleichzeitig erhalten die Partner und Systemintegratoren wertvolle Informationen über die Bedürfnisse ihrer Kunden. Diese Informationen wiederum sind hilfreich, wenn es darum geht, zusätzliche Dienstleistungen oder Geräte zu verkaufen. Die Software ist im Abonnement erhältlich, arbeitet sowohl mit neuer als auch existierender Hardware und ist herstellerunabhängig. 

Ein weiteres Beispiel ist TelevisBlue, das zur Nachrüstlösung der Überwachung von kleinen und mittelgroßen Kühlanlagen dient. Die Geräte ermöglichen über eine Mobilfunkverbindung die Konnektivität mit der Cloud-basierten Software. Die speziell für Tablets und Smartphones entwickelte Plattform bietet Zugriff auf sämtliche Anlagen und stellt die Informationen jederzeit und überall bereit. Anwender können mit dieser Plug&Play-Lösung sehr einfach eine Temperatur-überwachung ihrer existierenden Kühlanlagen umsetzen und auch deren Energie-effizienz erhöhen. In TelevisBlue ist eine Service-Laufzeit von zwölf Monaten bereits inklusive. Kleine und mittlere Retailer können den Service sofort nutzen. Sie müssen sich lediglich online registrieren, die Bezahlung erfolgt als Self-Service ganz unbürokratisch per Kreditkarte. Die Abonnements dieses Services sind sehr flexibel: Nutzer können aus verschiedenen Paketen wählen, die sich in Funktionsumfang und Anzahl der maximal überwachten Anlagen unterscheiden.

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2. Paradebeispiel Schneider Electric
3. Abrechnungssysteme anpassen

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