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Schutz für geistiges Eigentum

23. Juni 2021, 14:48 Uhr   |  Inka Krischke

Schutz für geistiges Eigentum
© Systems / iStock, Serhii Yakovliev

Im industriellen Umfeld entsteht umfangreicher Daten-Input aus den unterschiedlichsten Quellen, der oft mit Hilfe von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz verarbeitet wird. Wie lassen sich die guten Ideen hinter diesem Prozess wirksam schützen?

Arbeiten Maschinen, Anlagen, Roboter und Menschen im industriellen Umfeld, sorgen verschiedene Quellen für umfangreichen Daten-Input. Dieser wird oft mit Hilfe von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) verarbeitet. Zudem können Maschinen – Stichwort Machine Learning (ML) – anhand dieser Daten lernen und ihren Algorithmus dadurch selbst optimieren. So wird beispielsweise über Kameras die Qualität eines Produkts geprüft und mittels KI sowie ML lassen sich Abweichungen präzise und schnell entdecken. Um die Ideen der Entwickler hinter diesem Prozess zu schützen, benötigen Hersteller von Anwendungen für KI und ML, die oft mit der Programmiersprache Python geschrieben sind, einen wirkungsvollen technischen Schutz.

Die Beliebtheit der unterschiedlichen Programmiersprachen hat der Analyst Slash Data in einer Umfrage ‚State of the developer nation‘ untersucht. Im ersten Quartal 2021 wurden dazu über 19.000 Entwickler befragt. Eines der Ergebnisse: Am zweithäufigsten arbeiten die Software-Entwickler mit Python, wobei die Haupteinsatzzwecke Data Science, Machine Learning und Anwendungen für IoT sind.

Angriff auf die Programmiersprache

Aufgrund der wachsenden Bedeutung von KI und ML werden Angreifer verstärkt versuchen, an die guten Ideen der Hersteller zu gelangen und mit geringem Aufwand davon zu profitieren. Typischerweise liegt in Python ein Angriffspunkt, da der Python-Quellcode als einfache Text-Datei ausgeliefert wird und im Klartext gelesen werden kann, was bei Skriptsprachen üblich ist. So können Anwender – absichtlich oder unabsichtlich – den Quellcode ändern, manipulieren, kopieren und die Idee dahinter, beispielsweise einen KI-Lernalgorithmus, analysieren und unberechtigt nutzen (Reverse Engineering).

Wibu-Systems kennt als Schutz- und Lizenzierungsexperte die Bedeutung der Programmiersprache Python für Hersteller von KI- und ML-Anwendungen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die Verschlüsselungsmöglichkeit ‚AxProtector Python‘ auf den Markt gebracht.

Die ‚CodeMeter‘-Technologie des Anbieters konnte bereits Python-Software über Vorkompilierung der EXE-Dateien mittels Cython-Compiler schützen. Neu ist nun die direkte und automatische Verschlüsselung der Python-Software über ‚AxProtector Python‘, was die vorhandenen Tools der CodeMeter Protection Suite erweitert.

Das Grundprinzip aller CodeMeter-Tools ist: Zuerst verschlüsseln die Hersteller ihre Software und danach liefern sie den passenden Lizenzschlüssel an die Anwender. Anschließend können die Anwender die verschlüsselte Software den Berechtigungen gemäß nutzen. Als Träger der Lizenzschlüssel dienen die Schutzhardware ‚CmDongle‘, die softwarebasierte Aktivierungsdatei ‚CmActLicense‘ oder der ‚CmCloudContainer‘, der in der Cloud liegt.

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1. Schutz für geistiges Eigentum
2. Über Vorkompilierung zur geschützten Software

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