Sigmatek

Mit Sicherheit flexibel

Alexander Melkus
© Computer&AUTOMATION

Sigmatek geht auf 'Nummer sicher'. Mit dem neuen Hot-Swap-Feature des österreichischen Automatisierungstechnik-Anbieters lassen sich modulare Maschinen und Anlageneinheiten mit Not-Halt-Funktion flexibel gruppieren beziehungsweise umrüsten.

Alexander Melkus
Alexander Melkus: „Mit Hot Swap können Safety-Unterstationen können im laufenden Betrieb nahezu beliebig hinzugefügt, entfernt und umgruppiert werden.“ 
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Mit seinem Safety-System S-Dias zielt Sigmatek seit jeher insbesondere auf modulare Produktionsmaschinen beziehungsweise -linien mit optionalen Modulen wie Be- und Entladeeinheiten sowie Handling- und Transportsystemen. Die Maschineneinheiten sind mit einem eigenen Safety-Controller ausgestattet und kommunizieren mit der übergeordneten Safety-Steuerung über das Industrial-Ethernet Varan. Die sicherheitsrelevanten Signale werden dabei via Black Channel über beliebige Kommunikationsmedien übertragen. „Bei kabelgebundenen Lösungen genügt hierfür ein einziges Kabel für Safety- und Standardkommunikation. Die Übertragung kann aber auch wireless beispielsweise über WLAN erfolgen, so Sigmatek-Geschäftsführer Alexander Melkus.

Neu zur SPS 2019 ist das Hot-Swap-Feature. Es sorgt künftig dafür, dass die Maschinenteile mit ihren Safety-CPUs flexibel im System eingebunden, abgemeldet und an anderer Stelle im Maschinenverbund wieder angemeldet werden können – und das zur Laufzeit. Die übergeordnete zentrale Safety-Steuerung ist Melkus zufolge in der Lage, bis zu 70 optionale Unterstationen mit Not-Halt-Funktion zu verwalten.

Das übergreifende Safety-Programm wird dabei einmalig mit allen möglichen teilnehmenden Einheiten im Maschinenverbund projektiert und lässt sich in weiterer Folge - wie die modulare Maschine oder Linie - beliebig zusammenstellen. So können optionale Anlagenmodule mit integrierter Not-Halt-Funktion ohne Neustart im laufenden Betrieb zu Maschinen und Anlagen hinzugefügt oder von diesen abgemeldet werden. Der dynamische Verbindungsaufbau erfolgt über einen einfachen funktionsgerichteten Anmeldemechanismus – ohne Hardware-Switch. Der Verbindungsabbau wird durch einen sicheren Eingang ausgelöst. Wird eine Einheit ohne vorherige Abmeldung von der zentralen Safety-Steuerung getrennt, wird nach Ablauf der konfigurierbaren Watchdog-Zeit bei allen verbundenen Maschinenmodulen ein Not-Halt ausgelöst.

Neben dem Safety-Controller umfasst das modulare Safety-System im Pocket-Format verschiedene sichere I/Os und Antriebe mit Sicherheitsfunktionen. Die komfortable Konfiguration der Sicherheitsanwendungen erfolgt über den ‚Lasal SafetyDesigner‘ mit seiner Bibliothek an Standard- sowie Safety-Funktionsbausteinen, angelehnt an den PLCopen-Standard.


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