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Maschinensicherheit leicht gemacht

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Produktmanager Udo Weber erläutert Funktionen und Vorteile des ‚System Engineering Tool‘ von Schmersal.
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Mit dem ‚System Engineering Tool‘ lassen sich komplexe Leitungsinstallationen für Sicherheitsschaltgeräte an Maschinen und Anlagen auslegen. Per Drag&Drop stellen Anwender Verteiler und Sicherheitsschalter zusammen. Produktmanager Udo Weber erläutert das System.

Herr Weber, für welche Anwendergruppen ist das Tool warum interessant?
Unser Tool ist eine gute Hilfestellung für Konstrukteure, die ihre Anlage auslegen und optimieren möchten. Sie können damit schon frühzeitig prüfen, ob die Leitungsinstallationen so, wie sie geplant wurden, überhaupt funktionieren. Bei der Entwicklung einer neuen Maschine oder Anlage können mit dem Tool bereits in der Konzeptionsphase viele Fragen beantwortet werden – zum Beispiel: Wie lang dürfen die Kabel zwischen einem Verteiler und einem Gerät sein? Wann fällt die Versorgungsspannung unter den Mindestwert von 20,4 V? Spannungsabfälle zu berechnen kann bei der Planung einer Anlage schnell zu einer komplexen Angelegenheit werden. Gerade bei vernetzten Anlagen mit langen Wegen ist das oft der Fall. Mit dem ‚System Engineering Tool‘ von Schmersal spart der Anwender Zeit und Kosten. Denn wenn er erst spät im Konstruktionsprozess feststellt, dass etwa der Spannungsabfall zu hoch ist, können die notwendigen Korrekturen sehr zeit- und kostenaufwendig werden. Auch für unseren Vertrieb ist das Tool eine Unterstützung, weil es den Prozess der Angebotserstellung verbessert und beschleunigt. Bereits in der Phase der Grobkonzeption kann eine erste Stückliste erstellt werden. Anhand dieser Stückliste kann unser Vertriebsaußendienst dem Anwender ein Angebot machen und darüber hinaus die gewünschte Konfiguration und das Angebot mit topologischen Abbildungen visualisieren. Das erleichtert unseren Kunden die Entscheidungsfindung.

Wie genau funktioniert das Tool, welche Parameter bei der Planung können darin berücksichtigt werden?
Per Drag & Drop werden auf einem PC-Bildschirm die ausgewählten Installationssysteme, die gewünschten Sicherheitsschaltgeräte – zum Beispiel Sicherheitszuhaltungen, Sicherheitssensoren und Bedienfelder – sowie die verwendeten Leitungen herangezogen und zu einem virtuellen Aufbau zusammengestellt. Das Tool berechnet dann in Abhängigkeit von Stromaufnahme, Leitungslänge und ­Leitungsquerschnitt die Versorgungss­pannung, die an jedem Gerät noch ankommt, und bewertet diese nach einem Ampelsystem. Fällt beispielsweise die Versorgungsspannung unter den Mindestwert von 20,4 V, schaltet die Anzeige von Grün auf Gelb, ist sie kleiner als 19,5 V, auf Rot. Rot bedeutet, dass die Auslegung so nicht funktionsfähig ist. Das System macht dann Vorschläge wie ‚Reduzieren Sie die Kabellänge‘ oder ‚Erhöhen Sie die Spannung‘. Das Tool liefert dem Anwender zugleich eine Stückliste mit den erforderlichen Verteilern, Kabeln und Geräten. Diese Komponenten können auch über den Webshop von Schmersal bestellt werden.

Gibt es eine direkte Weiterleitung der Stückliste in den Webshop?
Das wäre im Prinzip natürlich möglich, würde aber praktisch die Planungsfreiheit des Anwenders einschränken und erschweren. Denn wir haben bei vielen Komponenten, wie zum Beispiel bei der Sicherheitszuhaltung ‚AZM201‘, über 100 Gerätevarianten. Das heißt, der Konstrukteur müsste die Variante genau definieren, um eine automatische Bestellung auslösen zu können.

In dieser Phase der Grobplanung ist das aber noch gar nicht nötig. Hier geht es ja darum, zu ermitteln, welche Komponenten in welcher Stückzahl erforderlich sind, und zu prüfen, ob die Auslegung funktionsfähig ist. Mit der Grobplanung kann sich der Konstrukteur an unseren Vertrieb wenden und sich dann beraten lassen, welche spezifische Gerätevariante für seine Planung die am besten Geeignete ist.


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