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Drei Fragen an... Bechtle

»Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht«

29. September 2020, 13:35 Uhr   |  Tiffany Dinges

»Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht«
© Bechtle

Cyberangriffe erfolgen oft aus der inneren Infrastruktur eines Unternehmens und resultieren meist aus ungeschützten Zugängen in Netzwerken. Die rechtzeitige Beratung und Einleitung von Sicherheitsmaßnahmen verhindern derartige Angriffe, so das Credo von Christian Grusemann.

Das tückische an Cyberkriminalität ist die ständige Veränderung der Arten des Angriffs. So sehr sich ein Betrieb in Sicherheit wähnt, nachdem ein Angriff erfolgreich abgewehrt wurde, so groß bleibt dennoch das Risiko, es bei der nächsten Attacke mit einer unbekannten Gefahr zu tun zu haben. Christian Grusemann, Business Manager Security bei Bechtle, arbeitet deshalb permanent daran, Kunden einen maximal möglichen Schutz für komplexe Herausforderungen zu gewährleisten.

Sind deutsche Unternehmen ausreichend auf mögliche Cyber-Attacken vorbereitet und reichen deren Schutzmaßnahmen aus? 

Grusemann: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber eine sinnvolle Betrachtungsweise. Denn jedes Unternehmen hat einen unterschiedlichen Schutzbedarf. Hieraus leiten sich entsprechend unterschiedliche Schutzmaßnahmen ab. Sie reichen von Awareness-Maßnahmen – also der Schaffung und nachhaltigen Stärkung des Bewusstseins für die sich rapide verändernden Rahmenbedingungen – bis hin zur Auswahl der richtigen Security-Architektur.

Unabhängig vom Budget, welche drei Security-Maßnahmen sollten Unternehmen zwingend umsetzen, um sich vor Cyber-Attacken zu schützen?

Grusemann: Ich würde statt einzelner Maßnahmen von drei elementaren Vorgehensschritten sprechen: Am Anfang steht die richtige Beratung, um gemäß des individuellen Schutzbedarfs des Unternehmens die richtige Konzepte zu entwickeln. Dem folgt eine Priorisierung, welche Maßnahmen zuerst umgesetzt werden sollten – organisatorisch wie technisch. Gefolgt schließlich von der Frage, ob die gewählten Lösungen extern oder intern betrieben werden können und sollen. Auf dieser Basis können Unternehmen dann ein robustes Security-Modell etablieren.

Stichwort Security als Dienstleistung: Sollte die Fertigungs- und Prozessindustrie Managed Security Services in Betracht ziehen?

Grusemann: Die Fertigungsindustrie arbeitet seit Langem mit externen IT-Dienstleistern zusammen, um Knowhow- und Effizienzvorteile auszuschöpfen. Hierbei wird nicht selten, wie in der Office-IT, der Betrieb von Security-Infrastrukturen ausgelagert. Das resultiert allein schon aus der unzureichenden Verfügbarkeit personeller Ressourcen im Unternehmen, um die vielfältigen Security-Lösungen und -Technologien auch in der Fertigung betreiben zu können. Gleichzeitig sichert es die Anschlussfähigkeit an den informationstechnischen Fortschritt, den ein spezialisierter Dienstleister als Teil seines Service mitbringt.

Christian Grusemann und das Unternehmen Bechtle im Kurzportrait

Gebäude Bechtle
Christian Grusemann ist Business Manager Security bei Bechtle.

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