Safe Motion

Gefährliche Bewegungen gut abgesichert

18. Juni 2019, 2:30 Uhr | Thomas Kramer-Wolf

Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Schlüsselfaktor Drehgeber

us Kostengründen muss bei den meisten Anwendungen auf Drehgeber mit absolutem Positionssignal verzichtet werden. Da diese in ihrer Konstruktion und Auswertung komplex sind, werden sie praktisch nur in Kombination mit speziellen NC-Controllern eingesetzt. In der Konsequenz lassen sich Position und Drehrichtung nur durch die Verwendung von zwei voneinander unabhängigen (Inkremental-)Drehgebern ermitteln. Diese stellen dann gemeinsam einen Funktionskanal dar. Soll ein PL e erreicht werden, sind damit in der Summe vier individuelle Sensorsignale erforderlich. Dies scheint auf den ersten Blick einfach erreichbar zu sein, da die üblichen Drehgeber vier oder mehr Spuren (A, A/, B, B/, Z, Z/) haben. Da diese aber im Drehgeber aus demselben Quellsignal erzeugt werden, ist die für den PL e erforderliche funktionale Unabhängigkeit nicht gegeben. Aus sicherheitstechnischer Sicht kann ein solcher sicherheitstechnisch unbewerteter Drehgeber in aller Regel nur als einzelner Funktionskanal angesehen werden, selbst wenn er mehrere Signale liefert.

Angesichts dieser Betrachtungen und der zuvor erwähnten Herausforderungen lässt sich also feststellen, dass im Fall des sicheren Abschaltens keinerlei Sensorik benötigt wird. Erst mit der Überwachung einer Geschwindigkeit wird mindestens ein einzelner Sensor benötigt. Sobald Position oder Richtung ins Spiel kommen, sind zwei Inkrementalgeber-Signale je Sicherheitskanal nötig. Das ergibt dann für zwei Funktionskanäle in der Summe 2x2 voneinander unabhängige Signale für eine PL-e-Überwachung.


  1. Gefährliche Bewegungen gut abgesichert
  2. Funktionale Herausforderungen
  3. Normative Anforderungen
  4. Schlüsselfaktor Drehgeber
  5. Aktorik sichert schnelle Abschaltung
  6. Eine Frage der Logik
  7. Prioritäten abwägen

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