Safe Motion

Gefährliche Bewegungen gut abgesichert

18. Juni 2019, 2:30 Uhr | Thomas Kramer-Wolf

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Normative Anforderungen

Neben den funktionalen Einschränkungen gibt es normative Anforderungen, die gängige Ansätze erschweren oder gar ausschließen. Die härteste Anforderung kommt aus der EN ISO 13849-1. Diese Norm begrenzt den einkanaligen Einsatz für komplexe Elektronik praktisch auf PL b, sofern für die entsprechenden Produkte keine sicherheitstechnische Qualifikation nachgewiesen werden kann. Da zudem alle gängigen Standard-Drehgeber in irgendeiner Form mit Mikrocontrollern aufgebaut sind, ist der Einsatz von zwei gleichartigen Drehgebern auf PL d begrenzt. Geschuldet ist dies den Ausfällen gemeinsamer Ursache (Common Cause Failures, CCF) in der Software, die die EN ISO 13849-1 auch über unterschiedliche Geräte derselben Bauart annimmt.

Unabhängig von den systematischen Beschränkungen von Standard-Drehgebern bestehen grundsätzlich zwei Schlüsselprobleme: Zum einen muss der Geberverlust im Stillstand erkannt werden. Zum anderen gilt es, Fehler beim Lösen von Code-Scheiben der Drehgeber oder beim Lösen des Drehgebers selbst auszuschließen. 


  1. Gefährliche Bewegungen gut abgesichert
  2. Funktionale Herausforderungen
  3. Normative Anforderungen
  4. Schlüsselfaktor Drehgeber
  5. Aktorik sichert schnelle Abschaltung
  6. Eine Frage der Logik
  7. Prioritäten abwägen

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