Safe Motion

Gefährliche Bewegungen gut abgesichert

18. Juni 2019, 2:30 Uhr | Thomas Kramer-Wolf

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Funktionale Herausforderungen

Antriebsfunktionen, Wieland
Tabelle 1. Antriebsfunktionen gemäß DIN EN 61800-5-2. Zuordnung der Sicherheitsfunktionen zu Anwendungsfällen.
© Wieland Electric

Unabhängig von den jeweiligen applikationsbezogenen Bedürfnissen gibt es auch aus konstruktiver Sicht häufig eine Reihe von Herausforderungen. Insbesondere bei Nachrüstungen kann es dann zu Problemen kommen, wenn zum Beispiel keine Optionen für einen Sicheren Halt (STO) im Frequenzumrichter oder im Antrieb vorhanden sind. Ähnlich problematisch verhält es sich mit dem Fehlen von Drehgebern für die Erfassung der Bewegung. Dies wird teilweise dadurch verschärft, dass keine baulichen Optionen für den Einbau von Drehgebern gegeben sind. Besonders heikel wird es, wenn Vibrationen im Umfeld die Messung selbst erschweren oder wenn im Fall von hängenden Lasten ein Absacken zu befürchten ist. Eine große Herausforderung stellen auch Situationen dar, in denen mehrere Achsen auf Synchronität oder eine bestimmte Wechselwirkung zu überwachen sind. Problemlos ist hingegen in aller Regel die gleichzeitige oder alternative Überwachung mehrerer Grenzwerte oder Aspekte einer Bewegung wie zum Beispiel Geschwindigkeit und Position. Die DIN EN 61800-5-2 nennt eine Vielzahl von Antriebsfunktionen, die hier Anwendung finden können.


  1. Gefährliche Bewegungen gut abgesichert
  2. Funktionale Herausforderungen
  3. Normative Anforderungen
  4. Schlüsselfaktor Drehgeber
  5. Aktorik sichert schnelle Abschaltung
  6. Eine Frage der Logik
  7. Prioritäten abwägen

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