Logi.cals und ISH

Ganzheitliches Safety-Engineering

Michael Plankensteiner, logi.cals: »Die Fabrik der Zukunft ist smart und funktional sicher.«
Michael Plankensteiner, logi.cals: »Die Fabrik der Zukunft ist smart und funktional sicher.«
© logi.cals

Um beim Anwendungs-Engineering auch Safety-Funktionen genug berücksichtigen zu können, sind wegen knapper Ressourcen und wachsender Komplexität neue Ansätze nötig. Die logi.cals und ISH zeigen jetzt gemeinsam als Neuron Automation, wie diese aussehen können.

»Die Fabrik der Zukunft ist smart und funktional sicher« - darüber sind sich die Geschäftsführer Michael Plankensteiner von logi.cals und Axel Helmerth von ISH einig. »Es braucht innovative, flexible und offene Safety-Konzepte. Die Basis sind vernetzte Lösungen durch langfristige, strategische Partnerschaften.«

Beide Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen als unabhängige, kooperierende Technologie-Anbieter seit 2019 in der Neuron-Gruppe. Die Zusammenarbeit von logi.cals und ISH wird als Neuron Automation künftig noch enger verzahnt – mit klarem Fokus auf die funktionale Sicherheit. »Als Neuron Automation liefern wir innovative, effiziente und funktionssichere Toolkits und Komponenten, damit unsere Kunden die intelligente Fabrik der Zukunft entwickeln können«, betont Michael Plankensteiner. »Das Lösungspaket reicht dabei von hoch skalierbaren Runtime-Systemen über flexible Engineering-Toolkits bis hin zu Ready-to-use-Technologien für Hard- und Software.« Ihre Selbstständigkeit als GmbH behalten die beiden Unternehmen bei.

Im Rahmen der Kooperation liefert ISH alle zielsystemnahen Komponenten wie Eval- und Testboards, zertifizierte Bibliotheken für Codevergleich und Speichertest oder eine mathematische Bibliothek. Ferner unterstützt ISH die Kunden in der Startphase und begleitet sie während der Entwicklung und des Zertifizierungsprozesses. Zu dem zertifizierten Hard- und Software-Baukasten von ISH („compliant items“) kommt die Engineering-Lösung logi.CAD 3 hinzu – ein modular aufgebautes, flexibel erweiterbares Engineering-Toolkit, das Applikationsengineering in den wichtigsten IEC-61131-3-Standardsprachen (Funktionsbausteinsprache, Ablaufsprache, Strukturierter Text) sowie in Programmiersprachen wie C und C++ unterstützt.

Axel Helmerth, ISH: »Wir bieten innovative, flexible und offene Safety-Konzepte.«
Axel Helmerth, ISH: »Wir bieten innovative, flexible und offene Safety-Konzepte.«
© ISH

Die in logi.CAD 3 integrierte Safety-Toolchain ermöglicht die Realisierung von Sicherheitsfunktionen bis zu SIL 3 nach IEC 61508, PLe nach ISO 13849 und ASIL C. Die gemeinsam mit ISH konzipierten Kernkomponenten der Toolchain sind ein konfigurierbares Modul zur statischen Code-Analyse, das integrierte Test-Framework sowie ein automatisiertes Test-System. Darauf fußt auch der pragmatische Safety-Baukasten logi.SAFE: Von Entwicklern mit logi.CAD 3 erstellte Bibliotheken werden mit Hilfe der Safety-Toolchain qualifiziert und beispielsweise über eine Cloud-Lösung in die Steuerung geladen. Der im Browser laufende Editor ermöglicht dann eine sichere Parametrierung oder Programmierung direkt im Gerät.

Das sind nur einige der Komponenten und Funktionen, an denen aktuell gearbeitet wird. Ein weiterer Fokus der künftigen Entwicklungs-Roadmap liegt auf der Standardisierung: Bereits vorqualifizierte Module sollen den Entwicklungs- und Zertifizierungsprozess erheblich vereinfachen. »Schon jetzt stehen Anwendern im Neuron-Lösungspaket aber ganzheitliche Safety-Konzepte zur Verfügung, die es ermöglichen, Application- und Safety-Engineering nahtlos miteinander zu verbinden«, sagt Michael Plankensteiner.


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