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Threat Impact Index von Check Point

Emotet & Co. – Top-Malware für Januar 2021

18. Februar 2021, 08:35 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Emotet & Co. – Top-Malware für Januar 2021
© Pixabay/CC0

Der Trojaner Emotet führt die Liste der Top 5 Malware im Januar weiterhin an.

Check Point hat eine Liste der Top-Malware im Januar veröffentlicht. Obwohl Europol im Februar verkündet hat, das Bot-Netz Emotet zerschlagen zu haben, sind sich die Sicherheitsforscher dabei nicht ganz so sicher.

Der Global Threat Impact Index und die ThreatCloud Map von Check Point basieren auf der ThreatCloud Intelligence von Check Point, dem größten gemeinschaftlichen Netzwerk zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität, das Bedrohungsdaten und Angriffstrends aus einem globalen Netzwerk von Bedrohungssensoren liefert. Die ThreatCloud-Datenbank analysiert täglich über 3 Milliarden Webseiten und 600 Millionen Dateien und identifiziert mehr als 250 Millionen Malware-Aktivitäten am Tag.

Angeführt wird der Global Threat Index immer noch vom Trojaner Emotet. Da Europol seit Februar behauptet, das Bot-Netz zerschlagen zu haben, stellt sich den Experten nun die Frage, ob dies der Abschied mit einem Knall war, oder Totgesagte länger leben.

Polizeiaktion gegen Emotet

Sicherheitsforscher berichten, dass der Emotet-Trojaner den zweiten Monat in Folge auf dem ersten Platz verblieb. Das ist besonders interessant, da eine internationale Polizeiaktion am 27. Januar die Kontrolle über das Bot-Netz übernommen haben soll, wie Europol behauptet. Die Auswirkung müsste entsprechend in der nächsten Top Malware für den Februar sichtbar sein.

Die polizeiliche Aktion führte bereits zu einem Rückgang der betroffenen Organisationen um 14 %. Nun planen die Strafverfolgungsbehörden, Emotet am 25. April massenhaft von infizierten Servern zu löschen. Emotet wurde erstmals 2014 entdeckt und von seinen Entwicklern regelmäßig aktualisiert, um die Effektivität zu erhöhen oder an aktuelle Schutzmaßnahmen anzupassen. Das Department of Homeland Security der Vereinigten Staaten von Amerika schätzt, dass jeder Zwischenfall mit Emotet das betroffene Unternehmen mehr als 1 Million Dollar (824.400 Euro) gekostet hat, um ihn zu beheben.

Maya Horowitz, Check Point Software Technologies
© Check Point Software

Maya Horowitz, Director Threat Intelligence and Research and Products bei Check Point Software Technologies

»Emotet ist eine der aufwändigsten zerstörerischen Malware-Varianten, die es je gab. Daher war die gemeinsame Anstrengung der Strafverfolgungsbehörden, sie zu Fall zu bringen, von entscheidender Bedeutung und ein großer Erfolg,« erklärt Maya Horowitz, Director Threat Intelligence and Research and Products bei Check Point Software Technologies: »Allerdings werden neue Bedrohungen auftauchen und Emotet ersetzen. Daher dürfen Unternehmen nicht nachlässig werden, sondern müssen weiterhin für robuste Sicherheitssysteme sorgen. Es kann zudem nicht genug betont werden: eine umfassende Schulung der Mitarbeiter ist entscheidend, damit diese die Arten von bösartigen E-Mails erkennen können, die Trojaner und Bots verbreiten.«

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2. Top 3: Most Wanted Malware für Deutschland:

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