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Studie von Dell Technologies

Datensicherheitslösungen nicht mehr ausreichend

17. März 2020, 16:30 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Datensicherheitslösungen nicht mehr ausreichend
© Pixabay/CC0

Daten sind heute ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette.

Laut einer aktuellen Studie glaubt eine Mehrheit der Unternehmen, dass ihre aktuellen Datensicherheitslösungen für die Zukunft nicht ausreichen werden. Handeln ist nun gefragt, denn Datenverluste kosten Unternehmen pro Jahr fast 900.000 Euro.

In der vierten Auflage der Studie »Global Data Protection Index 2020 Snapshot« misst und bewertet Dell Technologies den Reifegrad von Datensicherungsstrategien und wie gut Unternehmen weltweit gegen Datenverlust geschützt sind. Für die neue Studie wurden Ende 2019 weltweit 1.000 IT-Entscheider befragt, unter anderem auch in Deutschland. Die Umfrage zeigt ein gewaltiges Datenwachstum in den Unternehmen: So verwalteten sie im Jahr 2019 durchschnittlich 13,5 Petabyte (PB) an Daten – und damit fast 40 % mehr als noch vor einem Jahr (9,7 PB). Im Vergleich zu 2016, als 1,45 PB an Daten in Unternehmen vorgehalten wurden, entspricht das sogar einem Wachstum von 831 %.

Eine große Bedrohung für diese Daten ist die steigende Anzahl von Störereignissen wie Cyber-Attacken und Systemausfälle. Waren im Jahr 2018 noch 76 % der befragten Unternehmen von solchen Ereignissen betroffen, galt das im Jahr 2019 bereits für 82 %. Als besonders anfällig zeigten sich dabei Unternehmen, die Datensicherheitslösungen mehrerer Anbieter im Einsatz haben. Sie wurden etwa doppelt so oft von Vorfällen heimgesucht, die den Datenzugriff einschränken. Dennoch verfolgen immer mehr von ihnen genau diesen Ansatz. 80 % der Befragten gaben an, Lösungen von zwei oder mehr Anbietern zu nutzen.

Ausfälle werden teurer

Die Kosten, die den Unternehmen durch diese Störereignisse entstehen, steigen mit alarmierender Geschwindigkeit. So betrugen die geschätzten jährlichen Kosten für Ausfallzeiten 2019 im Durchschnitt rund 719.000 Euro. Im Jahr 2018 lagen sie noch bei rund 467.000 Euro. Auch die geschätzten durchschnittlichen Kosten für Datenverluste gingen in die Höhe und betrugen 2019 rund 900.000 Euro. 2018 waren es noch etwa 883.000 Euro. Sprunghaft angestiegen sind diese Kosten dabei vor allem in Unternehmen, die Sicherheitslösungen von mehr als einem Anbieter im Einsatz haben. Die durch Ausfallzeiten verursachten Kosten verdoppelten sich bei ihnen nahezu, die Kosten aufgrund von Datenverlusten verfünffachten sich sogar beinahe.

Fast alle der befragten Unternehmen investieren in neue Technologien wie Cloud-native Anwendungen (58%), Künstliche Intelligenz und Machine Learning (53 %), SaaS-Anwendungen (51 %), 5G- und Cloud-Edge-Infrastrukturen (49 %) sowie Internet-of-Things- und Endpunkt-Lösungen (36 %). Knapp drei Viertel der Befragten (71%) gehen davon aus, dass diese Technologien die Datensicherheit weiter verkomplizieren. 61 % sind sogar der Meinung, dass neue Technologien ein echtes Risiko für die Datensicherheit bedeuten. Über die Hälfte der Unternehmen, die solche Technologien einsetzen, tun sich schwer damit, adäquate Sicherheitslösungen dafür zu finden.

Ihre Sorgen um eine angemessene Datensicherheit wachsen weiter, wenn die Befragten an zukünftige Geschäftsanforderungen denken. 81% befürchten, dass sich mit ihren vorhandenen Lösungen nicht alle davon erfüllen lassen. Zweifel haben sie vor allem an einer vollständigen Wiederherstellung von Daten nach einem Cyber-Angriff (69%) oder einem Datenverlustvorfall (64 %), der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Datenschutz (62 %) und der Erfüllung der Service-Level-Ziele für Backup und Recovery (62 %).

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2. Datensicherheit und Cloud sind eng verflochten

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