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Maschinenabsicherung: Verriegeln gemäß ISO 14119

Immer wieder umgehen oder manipulieren Mitarbeiter die Verriegelung von Schutz­türsystemen. Die neue Norm ISO 14119 klassifiziert erstmals unterschiedliche Verriegelungseinrichtungen und behandelt das Thema Manipulationsschutz als zentralen Punkt

Die Norm ISO 14119, die die Auswahl und den Einsatz sicherheitsgerichteter Verriegelungseinrichtungen beschreibt und unter der Maschinenrichtlinie als Ersatz für die EN 1088 vorgesehen ist, liegt in ihrem Schlussentwurf vor. Am 5. Juni wurde dieser von der zuständigen ISO-Arbeitsgruppe verabschiedet. Nach der anschließenden Annahme durch ISO und CEN wird sie voraussichtlich ab Mitte 2013 gültig sein. Ungeachtet der vorgesehenen Übergangsfrist von 18 Monaten sollten sich Maschinenbauer schon heute bei der Konzeption ihrer Sicherheitseinrichtungen auf die neue Norm beziehen, da sie Entscheidungshilfen bietet und auch aktuelle Technologien wie RFID oder elektromagnetisch wirkende Zuhaltungen berücksichtigt.

ISO 14119 betrifft Maschinen weltweit und setzt so einheitliche Standards. Auf internationalen Märkten wird es zwar weiterhin große Unterschiede in den Sicherheitskonzepten von Maschinen geben – ist eine Maschine jedoch konform zu ISO 14119, verringern sich nötige Nachrüstmaßnahmen der Verriegelungseinrichtungen bei Ab- oder Inbetriebnahmen. Bei weltweit fertigenden Unternehmen vereinfacht sich zudem die Abstimmung auf innerbetriebliche Standards.