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Wireless-Kommunikation: Erhebliche Schwachstellen bei Funkfernsteuerungen

Fortsetzung des Artikels von Teil 7.

Die möglichen Folgen

Die Tatsache, dass Angriffe auf industrielle Funkfernsteuerungen verhältnismäßig einfach möglich sind, bedeutet nicht, dass es auch dazu kommt. Vielmehr bedarf es auch eines Motivs seitens möglicher Angreifer. Erfahrungsgemäß kommen dabei drei, teilweise branchenspezifische Tatmotive in Betracht:

Im Bereich der Industrie und des Baugewerbes ist die Sabotage besonders wahrscheinlich. Angreifer könnten entweder den Produktionsablauf stören oder sogar Unfälle verursachen, die Anlagen beschädigen oder Arbeiter gefährden. Gerade in diesem Szenario kommt zu materiellen Schäden noch der mögliche Image-Verlust. 

Besonders in der Logistik-Branche kann ein solcher Angriff auch zum Diebstahl von Waren führen. Gerade hier kommt eine Vielzahl an ferngesteuerten Kranen und ähnlichem Gerät zum Einsatz. Gelingt es einem Angreifer, die Kontrolle darüber zu übernehmen, könnten Waren unauffällig auf eigene Fahrzeuge verladen und gestohlen werden.

Bei Angreifern mit wirtschaftlicher Motivation sind beide Angriffs-Szenarien noch mit möglicher Erpressung kombinierbar. So kann eine Geldzahlung verlangt werden, um lahmgelegte Anlagen wieder zu aktivieren, Sabotageversuche einzustellen oder ‚entführte‘ Güter zurückzugeben.