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Pilz: Ein Kabel, mehrere Schutztüren

Bei Pilz können Anwender per Baukasten-Prinzip individuelle Schutztür-Lösungen aus diversen Komponenten erstellen. Entscheidend dabei ist ein Diagnose-Tool, das auch bei Einkabellösungen die Ansteuerung einzelner Schutztüren erlaubt.

Martin Bellingkrodt Bildquelle: © Pilz

Martin Bellingkrodt: "Unser modularer Ansatz stellt auch für die Fabrik der Zukunft eine adäquate Diagnoselösung dar."

Die Modularität ist im Industrie-4.0-Zeitalter ein entscheidendes Kriterium – auch bei Schutztürsystemen. Deshalb stellt Pilz in diesem Jahr eine Reihe an Kombinationen für die individuelle Schutztürlösung vor, die von Stand-alone-Maschinen bis zur weitläufigen, verketteten Anlage einsetzbar ist. „Mit unseren Lösungen stehen wirtschaftliche Reihenschaltung, schnelle Diagnose, zusätzliche Bedien- und Tasterelemente sowie eine optionale Fluchtentriegelung in nur einem Paket zur Verfügung“, erläutert Martin Bellingkrodt, Product Manager Sensors bei Pilz.
Für den Schutztürsensor ‚Psenmlock‘ in der Variante mit Reihenschaltung ergeben sich auch weitere Möglichkeiten, wenn das System mit der Diagnoselösung ‚Safety Device Diagnostics‘ – kurz SDD – von Pilz kombiniert wird. So können die Statusinformationen der intelligenten Sensoren abgefragt, deren Konfigurationsparameter ausgelesen und Aktionen visualisiert werden.
Die Reihenschaltung der Sicherheitssensoren der Schutztüren erfolgt nach einem standardisierten Verfahren: OSSD-Ausgänge (Output Switching Signalling Device) des einen Sensors werden mit Eingängen des folgenden Sensors verbunden. „Bisher musste der Konstrukteur alle Sensoren in einer aufwendigen, teuren Sternverkabelung einzeln im Schaltschrank verdrahten, um sie einzeln anzusteuern“, so Bellingkrodt.

Ein weiterer Clou: Auch bei ausgedehnten Einkabellösung können mit der Diagnoselösung ‚SDD‘ Schutztüren einzeln angesteuert werden, was laut Bellingkrodt in der Praxis viele Vorteile hat: „Wenn in einer Anlage etwa Wartungsarbeiten oder ein Werkzeugwechsel anstehen, lässt sich definieren, welche Türen nach Abschalten geöffnet werden dürfen. Ohne Verwendung der SDD würden bei Anforderung der Entriegelungsfunktion alle in Reihe geschalteten Schutztüren auf einmal aufgehen.“ Zudem erweitert die Einkabellösung die Grenzen der Reihenschaltung: Sie macht es für den Maschinenbauer einfach, ein weiteres Modul hinzuzufügen. Denn dadurch, dass ein Schutztürsystem mehrere Funktionalitäten bietet, kann ein und derselbe Schutztürsensor flexibel eingesetzt werden. „Außerdem ist er an unterschiedliche Anforderungen anpassbar, etwa für begehbare Türen oder nicht begehbare, für in Reihe geschaltet oder nicht“, ergänzt Bellingkrodt.

Die ‚Psen‘-Sensorik ist ein Messe-Highlight auf dem Messestand von Pilz. Besucher erleben die Pilz Smart Factory und wie diese durch intelligente Sensorik abgesichert ist. Neu in dieser intelligenten Fabrik: Die Lichtgitter ‚Psenopt II‘, die sich neben Finger- und Hand-Schutz nun für den Körperschutz bis zur höchsten Sicherheitskategorie PL e eignen. Darüber hinaus zeigt Pilz, wie intelligente Sensorik Robotics-Applikationen schützen kann. Weitere Highlights sind die dynamische Schaltmatte ‚Psenmat‘ und der Sicherheits-Laserscanner ‚Psenscan‘.