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Funktionale Sicherheit: Agil entwickeln - auch bei Safety-Projekten?

Die Methoden der agilen Software-Entwicklung haben das Ziel, den Entwicklungsprozess flexibler und schlanker zu gestalten – im Vergleich zum klassischen Vorgehen mit dem V-Modell. Eignen sich diese Methoden auch für funktional sichere Systeme?

Agilität in Safety-Projekten Bildquelle: © Infoteam Software / Fotolia, Asha Sreenivas

Die Software-Entwicklung hat sich in den letzten 50 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Schon seit einigen Jahren tauchen nun regelmäßig Begriffe wie ‚Agil‘ oder ‚Scrum‘ als Vorgehensmethodik auf, und der Großteil etablierter Entwick-lungsteams arbeitet mittlerweile in den meisten Projekten auf dieser Basis. Agile Entwicklungsmethoden haben vor allem einen enormen Vorteil gegenüber klassischen Modellen: Sie eignen sich besonders gut, um flexibel und schnell auf sich verändernde Anforderungen zu reagieren. Auch hat sich gezeigt, dass Projekte, die mit agilen Methoden erstellt werden, eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Abschluss aufweisen.

Eine Ausnahme für den Einsatz agiler Methoden bilden bis heute oft noch viele Softwareprojekte mit Bezug zur Funktionalen Sicherheit. Der Grund liegt unter anderem darin, dass die Basisnorm für solche funktional sicheren Systeme, die IEC 61508, das klassische V-Modell in der Beschreibung der einzelnen Entwicklungsphasen nutzt. Auch viele Leitfäden basieren auf dem V-Modell. Doch Softwareprojekte in der Funktionalen Sicherheit werden zunehmend komplexer, was zu erhöhten Herausforderungen beim Einsatz der klassischen Vorgehensmethoden führt. Daher liegt die Überlegung nahe, ob sich agile Methoden in der Funktionalen Sicherheit nutzen lassen, um Software flexibler und effizienter entwickeln zu können.