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Engineering

Wenn Ersatzteile fehlen

20. Februar 2019, 01:00 Uhr   |  Robert Norrenbrock


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

3D-Scanner im Einsatz

Das angewandte Verfahren stellt in mehreren Stufen präzise Datensätze bereit, die als Basis für die Produktion dienen. Dabei werden alle konstruktionsrelevanten Merkmale eines vorliegenden Original-Bauteils mit einem handgeführten 3D-Scanner extrahiert. Dank seiner empfindlichen Sensoren bietet er flexible Einsatzmöglichkeiten und nimmt Objekte sowie deren Umgebung aus unterschiedlichen Winkeln auf.

Lasersensor des handgeführten 3D-Scanners, Norrenbrock
© Norrenbrock

Der Lasersensor des handgeführten 3D-Scanners zeichnet 88.000 Punkte pro Sekunde auf.

Auf das zu scannende Bauteil gerichtet, lassen sich mit einem Knopfdruck neben Strukturen ebenso Materialeigenschaften erfassen. Mit einer Wiederholgenauigkeit von unter 0,02 Millimetern zeichnet der Lasersensor so bis zu 88.000 Punkte pro Sekunde auf. Um die Geometrie des vorliegenden Bauteils so präzise wie möglich zu erfassen, kann dieser Vorgang sowohl optisch als auch taktil durchgeführt werden. Dabei beschränkt sich der Prozess nicht auf Einzelteile, sondern findet auch bei der Nachbildung größerer Segmente Anwendung. Unregelmäßige Geometrien bereitet das Scan-Verfahren digital auf. Eine anschließende Flächenrückführung erzeugt präzise CAD-Datensätze, die später in ein Koordinatensystem überführt und zur Fertigung des Prototyps genutzt werden.

Indem der Scanner während des gesamten Vorgangs zusammen mit einem Tablet oder Laptop verwendet wird, bietet er eine Echtzeit-Visualisierung der sogenannten Punktwolkendaten. So können die erfassten Bereiche parallel zur Aufnahme geprüft werden, um auszuschließen, dass während der Datenerfassung wichtige Informationen verloren gehen. Die erfassten 3D-Daten werden direkt auf einen PC für die weitere Verar-beitung gespeichert. Hier stehen sie etwa im STL-Format zur Weiterverarbeitung für diverse CAD-Programme zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, eine bereits erfasste Punktwolke mit einer weiteren zu kombinieren. Zum effektiven und unternehmensinternen Austausch bearbeiteter Scan-Daten bieten sich Clouds an.
 

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1. Wenn Ersatzteile fehlen
2. 3D-Scanner im Einsatz
3. Daten greifbar machen
4. Keine Zeit verlieren

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