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Inspektionssysteme

Verunreinigungen auf der Spur

28. Januar 2019, 00:30 Uhr   |  Miriam Krechlok


Fortsetzung des Artikels von Teil 6 .

Weitere Kriterien bei der Technologiewahl

Metallsuchsysteme sind aus wirtschaftlichen Gründen meist die bessere Lösung, wenn lediglich die Erkennung metallischer Fremdkörper erforderlich ist. Die Wahl sollte daher vorrangig anhand des möglichen Risikos metallischer versus nichtmetallischer Verunreinigungen getroffen werden. Sind Schutzmaßnahmen vor nicht metallischen Verunreinigungen wie Glas, Steine, Knochen oder Gummiverbindungen und Kunststoffe hoher Dichte erforderlich, so ist die Investition in ein Röntgeninspek­tionssystem unabdingbar. Neben den zu erwartenden Kontaminationen können weitere Indikatoren wie etwa Liniengeschwindigkeit, Platzbedarf, Größe und Beschaffenheit des zu überprüfenden Produkts sowie die Anschaffungs- und Betriebskosten entscheidend für die Auswahl eines oder mehrerer Prüfsysteme sein. Sowohl Metallsuchgeräte als auch Röntgeninspektionssysteme eignen sich sowohl für variable wie auch für hohe Verpackungs- und Produktionsliniengeschwindigkeiten. So bewältigen Röntgeninspektionssysteme Bandgeschwindigkeiten bis zu 120 Meter in der Minute, Metallsuchgeräte eignen sich für eine zuverlässige Fremdkörper-Erkennung bei Geschwindigkeiten mit bis zu 400 Meter pro Minute – bei gepumpten flüssigen Anwendungen sind sogar noch höhere Inspektionsgeschwindigkeiten erzielbar. 

Ein Metallsuchgerät am Anfang der Produktionslinie kann große Metallverunreinigungen frühzeitig erkennen, bevor diese in weiteren Produktionsschritten in kleinere, schwerer zu erkennende Fremdkörper zerkleinert werden und Schäden in nachgelagerten Produktionsanlagen verursachen können. Ein weiteres Metallsuchgerät mit hoher Erkennungsempfindlichkeit am Ende der Produktions- oder Verpackungslinie kann zur abschließenden Inspektion genutzt werden, um fremdkörperfreie Endprodukte zu gewährleisten. Zudem erlaubt ein an dieser Stelle installiertes Röntgeninspektionssystem eine noch breiter angelegte Untersuchung auf mögliche Fremdkörper-Verunreinigungen und weitere Qualitätsmerkmale, um die Verpackungsintegrität und Produktkonformität der ausgelieferten Produkte sicherzustellen.

Autor:
Miriam Krechlok ist Head of Marketing bei ­Mettler-Toledo Produktinspektion Deutschland

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1. Verunreinigungen auf der Spur
2. Fremdkörper-Erkennung mit Metallsuchtechnik
3. Einfluss der Produkteigenschaften
4. Problemfall metallisierte Folie
5. Die Röntgeninspektionstechnik
6. Besondere Herausforderung: Aluminium
7. Weitere Kriterien bei der Technologiewahl

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