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Rückkehr zum Wachstumskurs 2021 erwartet

22. Februar 2021, 09:51 Uhr   |  Inka Krischke

Rückkehr zum Wachstumskurs 2021 erwartet
© Kistler

»Insgesamt sind wir trotz des schwierigen Jahres 2020 verhalten optimistisch«, sagt Kistler-CEO Rolf Sonderegger. Man sei zuversichtlich, mittelfristig mit einer Rückkehr zum zweistelligen Wachstum rechnen zu können.

Der schrumpfende Automobilmarkt und der globale Abschwung durch die Corona-Pandemie haben sich auch auf die Kistler-Gruppe ausgewirkt, die über 70 % ihrer Erlöse bei den besonders stark betroffenen Automobilherstellern und -zulieferern erwirtschaftet.

Der Umsatz der Kistler-Gruppe sank 2020 um 22 %.auf 361 Mio. Schweizer Franken (2019: 466 Mio Schweizer Franken), um Wechselkurseffekte bereinigt ergibt sich ein Minus von 18 %. Dennoch blickt das Unternehmen vorsichtig optimistisch in die Zukunft: Mit der 2019 begonnenen und nun vollzogenen strategischen Neuausrichtung sieht sich Kistler gut aufgestellt, neue Kundensegmente zu gewinnen, Bereiche außerhalb des Automobilsektors stärker zu durchdringen und zum Wachstumskurs zurückzukehren.

»Das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 ist überstanden, die umfangreichen Sparmaßnahmen greifen und wir haben wieder mehr Planungssicherheit«, so Rolf Sonderegger, CEO der Kistler Gruppe. »Das Jahr 2021 wird für uns ein Jahr der Konsolidierung sein, in dem die neuen Strukturen gefestigt werden und ihre Wirkung entfalten. Wir erwarten ein leichtes Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.«

Das Gesamtergebnis 2020 der Kistler-Gruppe zeigt, dass sich China zu einem der größten Märkte für das Unternehmen entwickelt. Hingegen lieferte der deutsche Markt ein enttäuschendes Ergebnis. Neben dem Währungseffekt durch einen starken Franken liegen die Ursachen dafür in einander überlagernden Faktoren: Die Corona-Pandemie traf die Automobilindustrie mitten in einer umfassenden Transformationsphase. Sie verschärfte die Situation um die sinkende Nachfrage weiter. Zudem wächst der Druck auf Verbrennungsmotoren durch CO2-Emissionsziele und geltende oder geplante Verbote von Verbrenner-Fahrzeugen in vielen Regionen der Welt. Nur aus China ist nach dem tiefen Einbruch anfangs 2020 seit dem Frühsommer eine deutliche Erholung zu erkennen, nicht zuletzt gefördert durch absatzsteigernde Maßnahmen der Regierung in Peking.

Um die mit dieser Schrumpfung verbundenen Herausforderungen zu meistern, hat Kistler zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte Stellen abbauen müssen. Weitere Einsparungen erzielte das Unternehmen durch die Konsolidierung der Standorte in Deutschland und mit dem aktuell weiterhin eingesetzten Instrument der Kurzarbeit für Teile der Belegschaft in der Schweiz und in Deutschland. »Ebenso wichtig wie diese Sparmaßnahmen ist die seit dem Jahr 2019 von Kistler konsequent vorangetriebene strategische Neuaufstellung«, betont Rolf Sonderegger. Um Neuentwicklungen voranzutreiben, investiert Kistler rund 9 % des Umsatzes in die Digitalisierung und Innovation. Bereits heute arbeiten in diesen Bereichen mehr als 300 Entwickler.

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