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KI-basierte Qualitätssicherung beim DLR

13. Dezember 2021, 7:22 Uhr | Inka Krischke

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Die Aufgaben des Softsensors

Mit dem Softsensor, der auf dem KI-System Detact basiert, realisiert das DLR ein intelligentes Assistenzsystem im Qualitätssicherungsprozess. Dieses System verknüpft Daten aus Simulationen mit prozessbegleitenden Messungen. Eine Vielzahl von Informationen wird dabei vollautomatisch analysiert. Die KI-Spezialisten von Symate haben bereits damit begonnen, den Softsensor nach den Vorgaben des DLR zu programmieren, damit er mit dem vorhandenen optischen Messsystem und den Simulationsdaten aus der DLR-Datenbank verbunden werden kann. Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann der Sensor als Onlineüberwachungs-Tool an der Forschungsanlage eingesetzt werden und die DLR-spezifischen Zielgrößen aus den vorhandenen Daten in Echtzeit errechnen.

Hierzu erläutert Dr. Martin Juhrisch, Geschäftsführer von Symate: »Durch seine künstliche Intelligenz wird der Detact-Softsensor das Qualitäts- und Toleranzmanagement des DLR auf ein neues Level heben und eine vollautomatische Inline-Quality-Prediction realisieren. Das DLR wird während der noch laufenden Produktion valide Qualitätsvorhersagen treffen und die Ablegeprozesse in einem vorab definierten Fenster überwachen können. Dabei lernen die Forscher die Grenzen von realistischen Prozessfenstern immer besser kennen und können tolerierbare Abweichungen im System hinterlegen.«

Mithilfe der gewonnenen Daten wird der Softsensor Schritt für Schritt ein eigenes KI-Modell aufbauen, das sowohl interne als auch externe Einflüsse auf die Bauteilqualität enthält.

»Mit dem Detact-Softsensor realisieren wir die Qualitätssicherung bei der automatisierten Faserablage nach dem Vorbild der Industrie 4.0. Allerdings steht der Mensch als Entscheidungsträger weiterhin im Mittelpunkt. Wir werden ihn zunächst einsetzen, um den Entscheidungsprozess in Bezug auf Reparatur und Nacharbeit bei der Herstellung von Flugzeugstrukturen zu vereinfachen. Vergleichbare Lösungen sind später auch für andere Branchen leicht realisierbar«, meint Falk Heinecke abschließend.

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