Schwerpunkte

NI Week 2017

Das neue Labview

19. Juli 2017, 15:04 Uhr   |  Matthias Heise | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Zwei Versionen Labview

Doch Labview NXG 1.0 hat noch nicht den vollen Funktionsumfang des klassischen Labview. Das betrifft sowohl die Hardware-Unterstützung als auch die Software-Möglichkeiten, also viele Add-Ons und Module, die noch nicht unterstützt werden. Daher stellte NI auch parallel das Labview-Update in der Version 2017 vor. Labview NXG richtet sich dagegen zunächst an die Zielgruppe der ‚Nicht-Programmierer‘. Die Software soll für die Gruppe, die nicht zu den traditionellen Programmierern gehört, leichter nutzbar gemacht werden: Wer im klassischen Labview eine einfache Messung erstellen will, startet immer mit einem leeren VI. Wie ein leeres Blatt Papier kann das ganz schön einschüchternd wirken. In Labview NXG gibt es nun Express-VIs: Das sind Tools, die der Nutzer zur Konfiguration seiner Messung nutzt. Ein einzelner Mausklick erzeugt daraus Labview-Code mit beispielsweise 20 Elementen, die miteinander verdrahtet sind. Dieser Code lässt sich klassisch bearbeiten, oder wieder mit dem Express-VI-Tool konfigurieren.

Für die bereits existierenden Nutzer stellen diese Funktion aber noch keine Anlass zum Wechsel auf Labview NXG dar. So erwartet Jeffrey Phillips, Section Manager im strategischen Marketing für den Software-Bereich von National Instruments, auch im Moment keine schnellen Versions-Wechsel. Dazu ist zu viel Labview-Code im Einsatz, der mühsam konvertiert werden müsste oder noch gar nicht unterstützt wird.

Doch auf lange Sicht soll Labview NXG das klassische Labview ersetzen. Mit den nächsten Versionen von Labview NXG soll der Funktionsumfang schrittweise erhöht werden, bis die klassischen Versionen eingeholt sind. Auch dann will NI die Kunden nicht zum Umstieg zwingen. Stattdessen sollen sich Anwender von der Überlegenheit Labview NXGs überzeugen und von selbst wechseln. Erst wenn die Mehrheit der Kunden umgestiegen ist, wird das klassische Labview langsam verschwinden. Ein genauer Zeitplan dafür steht noch nicht fest. Alex Davern geht davon aus, dass dies mindestens fünf Jahre dauern wird. Und auch darüber hinaus erhalten Anwender des klassischen Labviews weiter Support und Bug-Fixes.

Seite 2 von 4

1. Das neue Labview
2. Zwei Versionen Labview
3. Labview NXG 2.0 Beta
4. 5G im Feldeinsatz

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Big Analog Data im Mittelpunkt
Die Anforderungen der Smart Devices
Bausteine der Smart World

Verwandte Artikel

National Instruments Germany GmbH, AT&T Global Network Services Deutschland GmbH