Schwerpunkte

Stanz- und Umformtechnik

Automatisierte 100%-Dokumentation

04. Februar 2009, 09:33 Uhr   |  Günter Herkommer

Im Rahmen des Verbundprojektes IDproBlech (Produktionsnahe Integrierte Dienstleistungen in der Prozesskette Blechverarbeitung) haben mehreren Firmen aus dem Umfeld der Stanz- und Umformtechnik ein Dokumentationssystem entwickelt, mit dem sich die aufgetretenen Presskräfte zu 100 % erfassen und dokumentieren lassen.

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Das Überwachungssystem SK4 erfasst und speichert die Presskräfte für jeden Hub.

Ein wesentliches Ziel des Projektes war eine möglichst anwenderfreundliche Handhabung des Systems, indem auf eine Bedienung und Pflichteingaben seitens des Anwenders vollständig verzichtet werden sollte. Herzstück der automatisierten Dokumentation bildet ein Überwachungssystem der Firma Schwer + Kopka, welches die kalibrierten Presskräfte eines jeden Maschinenhubes registriert und speichert. Die so erfassten Daten werden entweder über Ethernet, WLAN oder mittels Datenfernübertragung (Internet) an einen zentralen Serverrechner weitergeleitet und dort in einer Datenbank abgelegt.

Als Marktneuheit sehen die beteiligten Firmen den 100%-igen Umfang und den vollständig automatisierten Ablauf der Prozessdokumentation an. Erstmalig werden Sensordaten für jeden Hub, automatisch und ohne aktives Eingreifen des Anwenders generiert und für die Prozessdokumentation verdichtet.

 

Je nach Informationsbedarf kann der Anwender die gespeicherten Kraftwerte für längere Zeiträume in konzentrierter Form bis hin zum einzelnen Hub jedes beliebigen Zeitpunktes abrufen. Bei Bedarf lassen sich auch komplette Kraftkurvenverläufe speichern, die dann dem Nutzer in Form von Einzelsignalen oder Kurvenscharen zur Verfügung stehen.

Die Protokollierung der erzeugten Kraftwerte ist selbst über Jahre bei geringem Speicheraufwand möglich und kommt somit den stetig zunehmenden Forderungen nach Rückverfolgbarkeit von wichtigen Prozessdaten wie den Presskräften entgegen.

Das genannte Verbundprojekt IDproBlech wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von morgen“ gefördert.

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