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Engineering: Wenn Ersatzteile fehlen

Entfällt die Möglichkeit der Ersatzteil-Beschaffung, kommen Unternehmen schnell in die Bredouille. Das '3D Reverse Engineering' scannt das vorliegende Objekt detailgetreu und bildet so die Basis für den Nachbau.

3D Reverse Engineering von Norrenbrock Bildquelle: © Norrenbrock

Wie verhält es sich, wenn es in Unternehmen zu einem Ausfall in der Fertigung kommt und planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden können? Das ist beispielsweise der Fall, wenn benötigte Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind oder der Hersteller vollständig vom Markt verschwunden ist. Vor allem dort, wo spezielle oder maßgefertigte Anlagen zum Einsatz kommen, stehen Betriebe häufig vor großen Herausforderungen, wenn sich Verschleiß an einzelnen Teilen oder sogar ganzen Segmenten einstellt. 

Liegen Ersatzteile bei Defekt nicht mehr vor, bedürfen Konstrukteure Zeichnungen oder 3D-Modelle der nachzukonstruierenden Segmente. Um diese zur Verfügung zu stellen, empfiehlt sich das Reverse Engineering. Dabei erstellen Anwender auf Grundlage des vorliegenden Objektes zeit- und kostensparend präzise CAD-Datensätze, die zur Fertigung der Prototypen genutzt werden. Dazu wird ein 3D-Scanner verwendet, um das Bauteil exakt abzubilden. Auch stark beschädigte oder nicht mehr vollständige Objekte lassen sich auf diese Weise nachkonstruieren, da das Verfahren unregelmäßige Geometrien digital aufbereitet. Hierbei wird das Reverse Engineering unabhängig vom Maschinentyp immer auf dieselbe Art und Weise durchgeführt und findet insbesondere bei Objekten mit Freiformflächen Anwendung.