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Geschäftsjahr 2017: Endress+Hauser wächst wieder

Trotz Gegenwind von der Währungsseite konnte die Firmengruppe Endress+Hauser im Geschäftsjahr 2017 wieder zulegen – sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis.

Matthias Altendorf Bildquelle: © Endress+Hauser

Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe: „Wir haben unsere Position im Markt weiter ausgebaut."

Umsatzentwicklung von Endress+Hauser von 2013 bis 2017 Bildquelle: © Endress+Hauser

Nachdem die Endress+Hauser Gruppe 2016 mit einer Stagnation zu kämpfen hatte, stieg der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2017 wieder an.

Der Nettoumsatz bei Endress+Hauser stieg 2017 um 4,8 % auf 2,241 Mrd. Euro. Jedoch verzerrt laut Firmengruppe die Aufwertung des Euro gegenüber den meisten Währungen das Bild: „In lokalen Währungen sind wir um 6,5 % gewachsen, im Instrumentierungsgeschäft um 8,0 %“, erläuterte CEO Matthias Altendorf im Zuge der Bilanzmedienkonferenz.  Beim Betriebsergebnis (EBIT) legte das Unternehmen um 15,0 % auf 251,7 Mio. Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 34,2 % auf 209,1 Mio. Euro.

Die Gründe für die positiven Zahlen laut Endress+Hauser: Der starke private Konsum, ein sich stabilisierender Ölpreis sowie tiefe Zinsen schlugen sich in höheren Investitionen in der verfahrenstechnischen Industrie nieder.

Global betrachtet wuchsen vor allem China und die USA dynamisch. Alleine in den USA gab es ein Umsatzwachstum von 9,8 %. In Deutschland, der Nummer eins, hinkten die Umsätze zum Jahresende dem bereits anziehenden Auftragseingang noch hinterher. Aus Branchensicht trug die Öl- und Gas-Industrie wieder zum Wachstum bei. Der Energie- und Kraftwerkssektor entwickelte sich vor allem im Bereich der regenerativen Energien weiter. Rückgänge musste das Unternehmen im Bereich der Automatisierungslösungen hinnehmen.

Innovation und Digitalisierung

Endress+Hauser lancierte im vergangenen Jahr 57 neue Produkte und 571 Geräteoptionen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 170,7 Mio, Euro. Dies entspricht 7,6 % des Umsatzes. 261 Erstanmeldungen bei Patentämtern in aller Welt sollen die Bedeutung des Themas Innovation spiegeln. Eine immer wichtigere Rolle spielt der Bereich Digitalisierung. So brachte das Unternehmen eine erste digitale Dienstleistung zur Analyse und Verwaltung der installierten Gerätebasis auf den Markt.

Drei Akquisitionen 2017

Drei Akquisitionen stärken das Angebot der Gruppe zur Messung und Analyse qualitätsrelevanter Parameter. Die Systeme von Sensaction messen Konzentrationen in Flüssigkeiten, die Sensoren von IMKO Micromodultechnik detektieren die Feuchte in Feststoffen. Die Technologie von Blue Ocean Nova erlaubt es, spektroskopische Verfahren direkt in den Produktionsprozess zu integrieren. Im Laborbereich fokussierte sich Analytik Jena noch stärker auf das Kerngeschäft mit Instrumenten und bioanalytischen Systemen.