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Server-Virtualisierung im CERN

18. September 2014, 16:09 Uhr   |  Peter Ahne


Fortsetzung des Artikels von Teil 5 .

Der Systemaufbau

Um nach den Vorgaben des Leiters des Experiments ein hochverfügbares Low-Power-System mit möglichst großer Dichte zu erreichen, wurde eine individuelle Lösung entwickelt, die vier Subsysteme beinhaltet. In einem 19-Zoll-1HE-System befinden sich vier unabhängige Carrierboards mit vier Computer-on-Modulen, sodass ein 4-in-1-System entstanden ist. Die vier Subsysteme verfügen über GPIO (General-purpose input/output), mit denen sie sich gegenseitig resetten können. Dadurch erhöhen sich Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Systeminstallation. Zudem werden Wartungseinsätze vor Ort reduziert – und dies ist bei den Wegestrecken der dezentralen CERN-Infrastruktur essenziell. Die Auslegung mit vier vollwertigen Rechnersubsystemen in einem einzigen 1HE-Systemchassis ist zudem äußerst platzsparend.

Alle externen Interfaces wie 6 × USB, 1 × GbE und 1 × DVI pro Subsystem sind auf dem Carrierboard inte-griert und damit kabellos ausgeführt. Die im Gesamtsystem eingesetzten Carrierboards wurden spezifisch für diese Kundenanforderung entwickelt. Die Anbindung an die Systeme des Detektionssystems ­erfolgt über externe USB-to-CAN-­Konverter. An ein 4-in-1-System lassen sich über diese Konverter bis zu 32 CAN-Busse anschließen. Über einen CAN-Bus können wiederum bis zu 64 Slave-Module ­angesprochen werden. Damit lassen sich mit jedem 4-in-1-­System bis zu 2048 Slaves verwalten. Derzeit sind pro 4-in-1-System zwischen zehn und 20 CAN-Busse angeschlossen, sodass mit Hinblick auf die lange Laufzeit des Experiments noch hinreichend Kapa­zität zur umfassenden Erweiterung der gesamten Installation im CERN ­gegeben ist.

Autor: Peter Ahne ist Channel Marketing Manager bei Kontron.

 

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1. Server-Virtualisierung im CERN
2. Das Detektionssystem
3. Lokale Überwachung durch CAN-Slaves
4. Virtualisierung auf zentralem Server
5. Die smarten Knotenpunkte
6. Der Systemaufbau
7. Die technische Umsetzung

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