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Server-Virtualisierung im CERN

18. September 2014, 16:09 Uhr   |  Peter Ahne


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Virtualisierung auf zentralem Server

Früher war auf den dezentralen 1HE-Servern eine komplette WinCC-Scada-Software implementiert, auf die vom Leitstand aus zugegriffen wurde. Diese Dezentralisierung ist nun durch die Virtualisierung der Server auf einem zentralen System aufgehoben. Dieses System verwaltet nun alle Monitoring-Funktionen.

LHCb-Detektor, Kontron
© CERN

Der LHCb-Detektor: besteht aus einem 4500 Tonnen schweren Detektorsystem mit rund 1 Mio. Sensoren.

Neben den allgemeinen Vorteilen der Virtualisierung wie Energieeffizienz und erhöhter Verfügbarkeit ist auch die Möglichkeit, die Hardware flexibel auszulegen, ein weiterer Pluspunkt. Außerdem lassen sich die virtuellen Maschinen flexibler auf die entsprechende Anwendung anpassen. Wenn die Forscher also weitere unerwartete Entdeckungen machen, können sie ein noch breiteres Spek-trum an Prozessen untersuchen, indem sie die Serverkapazität durch Virtualisierung einfach ausdehnen. Da auf den oberen Ebenen des Kontrollsystems die gesamte Kommunikation über Ethernet läuft, ist durch die Virtualisierung der entsprechenden Rechner auch der Ersatz eines defekten Rechners ohne direkte Hardware-Intervention möglich.

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1. Server-Virtualisierung im CERN
2. Das Detektionssystem
3. Lokale Überwachung durch CAN-Slaves
4. Virtualisierung auf zentralem Server
5. Die smarten Knotenpunkte
6. Der Systemaufbau
7. Die technische Umsetzung

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