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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Hochleistungsrechner für die Wissenschaft

25. Juli 2016, 10:22 Uhr   |  Christina Deinhardt

Hochleistungsrechner für die Wissenschaft
© Patrick Seeger

Ein Blick in den Supercomputer NEMO.

Ohne Hochleistungsrechner ist die Grundlagenforschung heutzutage unmöglich, denn sie berechnen komplizierte Simulationsverfahren und ersetzten teure Experimente. In den Universitäten Freiburg und Tübingen haben nun zwei Supercomputer den Betrieb aufgenommen.

Sie zählen zu den 500 leistungsfähigsten Rechnern der Welt und stehen Forscherinnen und Forschern an allen baden-württembergischen Universitäten zur Verfügung. NEMO, der Supercomputer in Freiburg besteht aus 750 Rechenknoten, die wiederum je 20 Kerne haben. Damit ist NEMO bei maximaler Rechenleistung bis zu 15.000 Mal schneller als handelsübliche Heimcomputer. BinAC in Tübingen verfügt über 296 Rechenknoten mit je 28 Kernen sowie vier Rechenknoten mit je 40 Kernen. Zusätzlich wird die Leistung von BinAC dank insgesamt 120 Grafikkarten verstärkt. Fast 300.000 Kerne ermöglichen es BinAC zahlreiche komplexe Rechenoperationen parallel zu vollziehen.

Das Land Baden-Württemberg und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) haben für die Hochleistungsrechner an den beiden Standorten insgesamt mehr als sechs Millionen Euro investiert. Mit der Eröffnung der beiden Hochleistungsrechner ist die erste Phase der Landesstrategie »Baden-Württemberg High Performance Computing« (bwHPC) abgeschlossen.

Bislang war es üblich, dass jedes Rechenzentrum alle wissenschaftlichen Disziplinen der eigenen Universität mit Rechenleistungen versorgt. Künftig gibt es in Baden Württemberg stattdessen an mehreren Standorten Supercomputer. Sie sind passgenau auf die Anforderungen ausgewählter Disziplinen zugeschnitten und erbringen Leistungen für alle Landesuniversitäten: Freiburg für die Mikrosystemtechnik, Neurowissenschaften und Elementarteilchenphysik, Tübingen für die Bioinformatik und Astrophysik.

Supercomputer aktiviert
© Patrick Seeger

Hans-Jochen Schiewer, Theresia Bauer, Gerhard Schneider, Peter Gratwohl und Thomas Walter (von rechts) beim symbolischen Start des Freiburger Hochleistungsrechners.

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2. Mehrere Stufen für anspruchsvolle Projekte.

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