Millioneninvestition

Forschungszentrum für Quantencomputing in Darmstadt geplant

Qantencomputing: Neues Forschungszentrum in Darmstadt
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Wie in Zukunft Quantencomputer in Wissenschaft und Industrie sinnvoll eingesetzt werden können, wollen Forscher in Darmstadt herausfinden.

Dazu soll dort mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen Anfang des nächsten Jahres ein Zentrum für Angewandtes Quantencomputing (ZAQC) entstehen. 

Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) und Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) unterschrieben am Freitag in Darmstadt eine entsprechende Absichtserklärung. Demnach soll das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in den kommenden vier Jahren für den Aufbau des Zentrums insgesamt gut 3,1 Mio. Euro erhalten.

»Das Wissen der Forschung und das Können der Industrie werden hier zusammengebracht. Darmstadt wird damit zu einem bedeutenden Standort für eine zukunftsweisende Technologie«, sagte IGD-Institutsleiter Dieter Fellner. Dorn sprach von einer Anlaufstelle für Forschende aus aller Welt. Sinemus wertete den Schritt als »Grundlage, um die Wettbewerbsfähigkeit Hessens auch in Zukunft zu sichern«.

Die vier Forscher des ZAQC sollen den Angaben zufolge künftig vor allem Erfahrungen im Umgang mit der Hardware sammeln. Dazu greifen sie auf einen Quantencomputer des Fraunhofer-Kompetenznetzwerks Quantencomputing zurück, der im baden-württembergischen Ehningen bei Stuttgart steht. Der Bau eines neuen Quantencomputers in Darmstadt ist nicht geplant. Quantencomputer sind eine neue Generation von Großrechnern, die eingesetzt werden, wo die Leistungen der Super-Computer nicht mehr ausreichen. Wissenschaftler wollen mit ihrer Hilfe etwa Klimaveränderungen oder Pandemien besser verstehen.

Das Land hat die Unterstützung der Technologie in seinem Strategiepapier ‚Digitales Hessen' festgeschrieben. Das Fraunhofer-Kompetenznetzwerk Quantencomputing besteht aus regionalen Kompetenzzentren in insgesamt sieben Bundesländern mit jeweils eigenen Forschungsschwerpunkten.


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