Schwerpunkte

embedded world Conference 2020

Embedded Intelligence, die Zweite

13. Februar 2020, 14:56 Uhr   |  Joachim Kroll

Embedded Intelligence, die Zweite
© Uwe Niklas | WEKA Fachmedien

Konzentriertes Fachwissen gibt es auf der embedded world Conference und der electronic displays Conference.

Vom 25. bis 27. Februar 2020 finden in Nürnberg die embedded world Conference und die electronic displays Conference statt. Das Motto lautet »Connecting Embedded Intelligence« – und spiegelt damit den Hauptentwicklungstrend der Branche wider.

Die embedded world Conference steht dieses Jahr unter dem Motto: Connecting Embedded Intelligence. Damit greift die Konferenz das Thema von 2019 erneut auf und erweitert es um die Konnektivität. Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und das Zusammenwachsen dieser Technologien mit dem IoT sind zentrale Trends der Branche. Die electronic displays Conference greift aktuelle Themen rund um OLEDs, Touch und vieles mehr auf.

Durch die allumfassende Vernetzung lassen sich heute riesige Datenmengen gewinnen, die ausgewertet und analysiert werden, um daraus Handlungsstrategien für die Zukunft abzuleiten. In welchem Ausmaß die Daten vor Ort verarbeitet werden und was in Cloud gesendet wird – dieses Spannungsfeld ist eines der wesentlichen Diskussionsthemen auf der Konferenz.

Aber auch die »Dauerbrenner« – Themen, die fast nie an Relevanz verlieren – sind auf der Konferenz reichlich vertreten: Dazu zählen das Hardware- und Software-Engineering, das im Spannungsfeld von Kostendruck, Innovation sowie Qualität und Zuverlässigkeit steht. Zum Dauerthema hat sich auch »Internet-of-Things« entwickelt. Zu keinem anderen Themenschwerpunkt wurden so viele Vorträge eingereicht.
Insgesamt gliedert sich das Programm 2019 in zehn Konferenzcluster:

  • Internet of Things,
  • Connected Systems,
  • Embedded OS,
  • Functional Safety & Security,
  • Hardware,
  • Software Engineering,
  • Embedded Vision,
  • Intelligent Systems,
  • Embedded HMI & GUI und
  • System-on-Chip.

Die einzelnen Cluster werden aus Sessions und Classes gebildet. Sessions dauern einen Vor- oder Nachmittag und bestehen aus zumeist halbstündigen Vorträgen. Die Classes sind auf kleinere Gruppen beschränkt und haben Lehrgangscharakter: Hier können sich die Teilnehmer ganz intensiv einer Thematik zuwenden, oft sogar mit praktischen Übungen am Rechner oder an Mikroprozessorplatinen.

Themen im Detail

Die Vorträge der Themen-Cluster sind hochaktuell und spannen den Bogen weit über die zehn Konferenz-Cluster:

Im Track “Internet of Things” widmen sich die Vorträge den Themen rund um IoT-Plattformen, Trusted-Computing, Datenbanken für verteilte Anwendungen und um die Diskussion über Cloud vs. Edge vs. Fog Computing.

Im Track “Connected Systems” konzentrieren sich die Vorträge auf drahtlose und drahtgebundene Kommunikationstechnologien. Mit Single-Pair-Ethernet greift die Konferenz hier eine der neuesten Entwicklung auf. Schon länger gibt es TSN, das sich ebenfalls weiterentwickelt und jetzt in die Anwendung gelangt. Im drahtlosen Bereich stehen nach den Low-Power-Wide-Area-Netzwerken (LPWAN) die Neuerungen rund um die neuen ortsbezogenen Funktionen von Bluetooth und zelluläre Kampusnetze mit 5G im Zentrum des Interesses.

Embedded OS: In einer Grundlagen-Session können die Zuhörer lernen, wie Echtzeit-Betriebssysteme im Multi-Core-Zeitalter funktionieren. Weitere Schwerpunkte bilden die Themen Linux, Container-Technologie, Virtualisierung und wie das Betriebssystem dazu beitragen kann, die Security von Systemen zu gewährleisten.
Insgesamt drei Classes zu Betriebssystemthemen runden das Angebot ab.

Functional Safety & Security: Funktionale Sicherheit einerseits und der Schutz vor Angriffen auf das System andererseits sind unabdingbare Voraussetzungen für viele Embedded-Systeme. Die Vorträge beschäftigen sich untr anderem mit Architekturentwicklungen für Systeme mit kritischen und unkritischen Funktionsteilen, sowie mit aktuellen Überarbeitungen der führenden Safety-Standards. Insbesondere im Zeitalter von neuronale Netzen im Kontext von Funktionaler Sicherheit eine sehr spannende Frage. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit von Mikrocontroller-Systemen – sowohl gegen Angriffe wie auch gegen Produktpiraterie. Durch die aktuellen Entwicklungen im Bereich Quantum Computer stellt sich hier die ganz grundsätzliche Frage, ob und wie ein offenes Embedded-System mit langer Lebenszeit vor Hackerangriffen geschützt werden kann.

Die Vorträge im Track “Hardware” sind ebenso vielfältig wie die Hardware selbst: Von Flash-Speichern und deren Zuverlässigkeit über  die weiterhin lebendigen Themen zur Energieversorgung – mit und ohne Kombination mit Datenübertragung – bis hin zur RISC-V-Architektur, die in immer mehr Chips implementiert wird, spannt sich der Themenbogen. Interessante Anwendungsbeispiele runden das Bild ab.

Software Engineering: Durch das Vordringen von Software in immer mehr auch kritische Anwendungen spielen Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit der eingebetteten Systeme eine zunehmend wichtige Rolle. Dies wird durch zahlreiche, zielgerichtete Maßnahmen sichergestellt, die den gesamten Bereich der Entwicklung sicherer und zuverlässiger Systeme abdecken. Von entscheidender Bedeutung ist hier die Gestaltung des Entwicklungsprozesses von der Erfassung und Dokumentation der Anforderungen über die Modellierung des Systems bis zum Aufspüren von Fehlern durch leistungsfähige Analysen und Tests. Alle diese wichtigen Aspekte werden im Laufe der Konferenz adressiert. Dabei wird der Phase der Programmierung ein ganzer Tag gewidmet, an dem insbesondere Codierungsstandards wie MISRA betrachtet werden, die speziell mit dem Ziel entwickelt wurden, die Qualität der Software sicherzustellen.

Embedded Vision: Durch Integration und Miniaturisierung verschmelzen Bildsensoren und die Bildverarbeitungs-Hardware zu immer kompakteren Systemen. Die Vorträge, die in Zusammenarbeit mit dem VDMA zusammengestellt wurden, zeigen, dass diese Systeme insbesondere für das Maschinelle Lernen eine große Rolle spielen.

Intelligent Systems: In naher Zukunft werden wir immer mehr auf technische Systeme treffen, die nicht nur programmatisch agieren, kalkuliert in vollständig vorhersagbarem Kontext, sondern die sich situativ verhalten. Das bedeutet, dass es maschinelle Entscheidungsfindungen in nicht vorher simulierten Situationen geben wird. In diesem Track werden aktuelle Entwicklungstrends und Architekturen sowohl im Embedded-System (zum Beispiel KI auf FPGAs) als auch heterogene Lösungen mit hochperformanten Cloud-Anbindungen diskutiert.

Embedded HMI & GUI: Auch eingebettete Systeme werden mit immer aufwändigeren graphischen Benutzerschnittstellen angeboten. Software-Entwickler sind aber mitunter nicht die besten Designer für eine benutzerfreundliche Oberfläche. Diese Session schlägt die Brücke.

Der Track “System-on-Chip” thematisiert viele Hardware- und Designaspekte für programmierbare FPGAs und fest verdrahtete ICs. Vom Entwurf, den Architekturen über die Verifikation bis zur Supply-Chain – die SoC-Sessions decken alle Aspekte ab.

Seite 1 von 2

1. Embedded Intelligence, die Zweite
2. Starke Partner

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Power per Intel-CPUs der 8. Generation

Verwandte Artikel

NürnbergMesse GmbH