Der gläserne Industrie-PC


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Prüfdaten en Masse

Insgesamt entstehen pro Industrie-PC rund 100 KByte an Prüfdaten (ASCII), die als Textfiles für jeden Rechner separat in einem Dokumentenordner abgelegt sind. Anschließend werden daraus PDF-Dokumente oder auch kundenspezifische Dateiformate generiert. Auf diese Daten können grundsätzlich alle Abteilungen wie Vertrieb, Entwicklung, Produktmanagement und Kundendienst zugreifen. Zudem besteht die Möglichkeit, den Kunden einen Zugang einzurichten, über den sie per FTP-Transfer auf sämtliche, ihre Produkte betreffenden Prüfprotokolle zugreifen können. Standardmäßig werden alle Prüfprotokolle ausgedruckt und dem Gerät beim Versand beigelegt, können aber auch per E-Mail verschickt werden.

Ergänzend zu diesen Tests, die jeder Rechner durchläuft, lassen sich kundenspezifische Prüfprozeduren integrieren, etwa ein Burn-in mit erweitertem Temperaturbereich und einer Zyklierung der Prüftemperatur zwischen –10 °C und +70 °C. Ebenso ist ein individueller Abschlusstest unter realen Einsatzbedingungen möglich. Dazu wird eine reale Testumgebung aufgebaut und mit kundenspezifischen Applikationen, beispielsweise einer Bildverarbeitungssimulation, die Gerätefunktion geprüft. Üblich sind Installation und Test der Rechner mit individuell vom Kunden gewünschten Betriebssystemen wie Windows, DOS, Linux oder QNX. Darüber hinaus können auch vom Kunden bereitgestellte Images implementiert und deren Zusammenspiel mit der Hardware kontrolliert werden. Diese Prüfungsergebnisse stehen als ausführlich Protokolle in beliebiger Form zur Verfügung.

Nähere Informationen: www.beg-buerkle.de

 

Autoren:

Harald Schmitt ist zuständig für das Qualitätsmanagement bei BEG Bürkle in Herrenberg.

Thomas Hoffmann ist stellvertretender Produktionsleiter bei BEG Bürkle in Herrenberg.

 


  1. Der gläserne Industrie-PC
  2. Die Test-Szenarien
  3. Prüfdaten en Masse