Sie sind hier: HomeSteuerungsebeneIndustrie-PC

Embedded Module: Neue Heimat für Modul-Standards gegründet

Auf der embeddedWorld Ende Februar eingefädelt, hat sich die SGET – Standardization Group for Embedded Technologies ‒ nun offiziell formiert. Am 29. Mai fand die Gründungsveranstaltung des Vereins in München statt.

Um die Standardisierung von Embedded-Computing-Technologien geht es bei dem Verein SGET e.V., den zahlreiche Unternehmen aus der Embedded-Szene gegründet haben. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, neue Standards für Embedded-Hard- und Software schneller und unbürokratischer als in den bisherigen Gremien zu entwickeln: Auf der Gründungsversammlung bekannten sich 23 Unternehmen als Mitglieder zu den Zielen der SGET, darunter Unternehmen wie Advantech, Congatec, Data-Modul, Kontron, MSC und Seco.

Obwohl sich unter den Mitgliedern der ersten Stunde viele Board-Hersteller befinden, stehen auch verwandte Themen wie Software im Fokus. „Gerade Software trägt viel zur Kompatibilität und Austauschbarkeit von Boards bei und wird seit Jahren bei der Systementscheidung immer wichtiger“, erklärt Engelbert Hörmannsdorfer, Vorstandsvorsitzender des SGET.

Sobald eine Gruppe von mindestens drei Mitgliedern Handlungsbedarf in einem Bereich sieht, können die Unternehmen eine Standardisierungs-Gruppe gründen. Die SGET unterstützt diese Gruppe dann indem sie die entsprechende Infrastruktur für eine effiziente Umsetzung der Standardisierungs-Idee zur Verfügung stellt. Laut Satzung dürfen nur Hersteller oder Unternehmen mit starkem Produktfokus in einer Arbeitsgruppe abstimmen. Dies soll „politische Einflussnahmen“ vermeiden und die Verabschiedung von Spezifikationen beschleunigen. „Die ersten beiden Workgroups stehen im Prinzip fest“, erläutert Hörmannsdorfer, „und werden bis spätestens Ende Juni 2012 ihre Arbeit aufnehmen. Dabei dürfte es sich um die auf der embeddedworld vorgestellten konkurrierenden Spezifikationen für ARM-basierte CPU-Module gehen: ULP-COM und Q7.

Weitere Unternehmen aus der Embedded-Computing-Industrie sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Hierzu zählen neben den Embedded-Computer-Herstellern auf Board- und Systemlevel auch Chip- und Steckverbinder-Anbieter, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Embedded-Systemintegratoren, OEM-Lösungsanbieter und Anwender aus der Industrie.

Auf der Webseite des SGET [1] e.V. stehen die Satzung und die Ziele sowie die Workgroup-Arbeits- und Abstimmungs-Regeln zum Download bereit.

Der SGET-Vorstand wurde auf der Gründungsveranstaltung gewählt und besteht aus Engelbert Hörmannsdorfer (Vorsitzender), seinen Stellvertretern Carsten Rebmann und Wolfgang Eisenbarth sowie Josef Behammer (Sekretär) und Christian Eder (Finanzen).