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embedded world 2019: Alles intelligent!

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

KI braucht viel Know-how

Bei allen Erfolgsmeldungen könnte man den Eindruck gewinnen, man müsse jetzt nur noch ein neuronales Netz mit genügend Daten füttern, und schon optimiert es sich von selbst. Das wird es zweifellos auch tun, allerdings ist die Gefahr groß, dass es falsch trainiert wird und Dinge lernt, die überhaupt nicht beabsichtigt waren. Fachleute weisen darauf hin, dass es sehr viel Know-how erfordert, ein wirklich intelligentes System, das Entscheidungen mit guter Trefferquote herbeiführt, zu entwickeln. Dafür ist die embedded world Conference der Treffpunkt aller Fachleute, um dieses Wissen zu teilen und zu diskutieren.

Doch nicht nur KI drückt der embedded world Conference ihren Stempel auf. Die stetig steigende Leistung von Prozessoren und Mikrocontrollern lässt Software-Projekte immer größer und komplexer werden. Allein die Menge von sieben halbtägigen Sessions zum Thema Software-Engineering zeigt, vor welchen Herausforderungen Software-Entwickler stehen – und da sind Safety und Security noch nicht einmal mit eingeschlossen, die in eigenen Sessions behandelt werden.
Eine weiterer Trend vollzieht sich in der Bildverarbeitung: an die Stelle klobiger Kameras treten leistungsfähige Embedded-Vision-Systeme, die entweder direkt in die Kamera integriert sind oder sich als kompakter Rechner direkt in der Nähe des Bildsensors befinden. Aufgrund der fortschreitenden Integration findet die Bildverarbeitung über die klassische Anwendung in der industriellen Inspektion immer mehr Anwendungen: in Assistenzsystemen in Autos, der Landwirtschaft, in Medizin, Gebäuden, Security, Sport etc. Am ersten Konferenztag gibt es am Vormittag und Nachmittag je eine Session zum Thema Embedded Vision.

Open Source für die Hardware

"Embedded Intelligence" war schon 1997 der Titel der Konferenz. Bildquelle: © J. Kroll | Elektronik

“Embedded Intelligence” war schon 1997 der Titel der Konferenz. Damals passte das Programm noch auf zwei DIN-A5-Seiten.

Ein Hardware-Thema, das viel Schwung gewonnen hat, ist die RISC-V-Architektur. Diese offene Befehlssatzarchitektur schickt sich an, eine ernsthafte Alternative zu ARM zu werden. Sicherlich ist der Leistungsumfang von RISC-V nicht vergleichbar mit ausgewachsenen ARM-Prozessoren, aber im Low-End-Bereich sind bereits erste Mikrocontroller verfügbar. Wie es weitergehen könnte, welche Hard- und Software es gibt und wie sich RISC-V im Vergleich zu ARM schlägt, wird auf vielfältige Weise besprochen: am Dienstag in drei RISC-V-Sessions und am Mittwoch in einem RISC-V-Workshop sowie einer Podiumsdiskussion im Messeforum in Halle 3A – moderiert von Design&Elektronik-Chefredakteur Frank Riemenschneider.

Start-up Area: junge Firmen, frische Ideen

Schon in den vergangenen Jahren gab es einen vom BMWi geförderten Ausstellungsbereich mit ‘jungen innovativen Unternehmen’. Diesen Bereich gibt es auch weiterhin. Er heißt jetzt ‘Innovation made in Germany’. Die dort vertretenen Unternehmen waren in der Vergangenheit allerdings nicht immer “jung” sondern hatten teils schon einige Jahre hinter sich.

Die Messe hat jetzt zum ersten Mal auch eine dedizierte ‘Start-up Area’ eingerichtet, die offenbar auf gute Resonanz gestoßen ist. Die Start-up Area befindet sich in Halle 3A, in der sich auch das Messeforum befindet. Die Start-ups bekommen auf diesem Forum einen Slot und dürfen einen Vortrag halten. Bedingung für die Teilnahme war, dass die Firmen nicht länger als fünf Jahre existieren und höchstens 20 Mitarbeiter haben. Im Gegensatz zu ‘Innovation made in Germany’ dürfen dort die Start-ups auch aus dem Ausland kommen, müssen allerdings Neuaussteller sein.

Mehr Andrang, neue Hallen

embedded world 2019

26.–28. Februar 2019
Messe Nürnberg

Messeinfo und Eintrittskarten:
www.embedded-world.de

embedded world Conference
26.–28. Februar 2019

12 Classes, 2 Keynotes, 42 Sessions,
über 250 Vorträge
Keynote Jim Tung: Dienstag, 13:30 Uhr
Keynote Jean-Marc Chéry: Mittwoch, 13:30 Uhr

Programm und Anmeldung:
www.embedded-world.eu
Electronic Displays Conference

27.–28. Februar 2019
13 Sessions, 8 Keynotes, 40 Vorträge
Programm und Anmeldung:
www.electronic-displays.de

 

Die Halle 3A, in der sich Start-up Area und Messeforum befinden, ist eine der modernsten Hallen der Messe Nürnberg. Ebenfalls neu ist die noch größere Halle 3. Beide Hallen sind zum ersten Mal in die embedded world einbezogen und schaffen damit mehr Platz für Aussteller und Besucher. Außerdem zeichnen sich die neuen Hallen durch große, verschattbare Glasfronten und viel Tageslicht aus.

Ebenfalls in Halle 3A befinden sich die WEKA FACHMEDIEN, die dort unter anderem die Titel Elektronik, Computer&Automation, Design&Elektronik und Markt&Technik präsentieren.

Neu am Stand sind die gläserne Redaktion der Messe-Tageszeitung, die es tagesaktuell an den Eingängen, am WEKA-Stand und Partnerständen gibt, sowie die VIP-Bühne, auf der Redakteure der WEKA FACHMEDIEN mit Vertretern aus Wissenschaft und Industrie diskutieren.