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Embedded Computing: Mit ARM in die Industrie

Integriert in den Standard-Modulen SMARC 2.0 und Qseven sind die neuen ARM-basierten Prozessoren der 'i.MX 8'-Familie von NXP für ein weites Anwendungsfeld prädestiniert. Welche Modelle aber eignen sich für den Industrie-Einsatz?

Mit ARM in die Industrie Bildquelle: © Congatec

Da es Prozessoren der ‚i.MX8‘-Prozessorfamilie in unterschiedlichsten Konfigurationen und Performanceklassen gibt (i.MX 8, i.MX 8M, i.MX 8X), sind die Anwendungsbereiche auch sehr vielfältig. Sie reichen von kleineren in-dustriellen Steuerungs- und Automatisierungssystemen wie SPSen, I/O-Controllern, Robotik- und Handlingsystemen über die Gebäudeleittechnik sowie IoT- und M2M-Anwendungen mit verteilten Devices unterschiedlichster Auslegung bis hin zu Automotive- und Intralogistik-Cockpits oder verteilten smarten Videoüberwachungssystemen. 

Gleichzeitig sind die neuen ‚i.MX-8X‘-Prozessoren – die die effizientesten Cortex-Cores integrieren, die ARM je entwickelt hat – auch für den erweiterten Temperaturbereich zwischen –40 und + 85 °C einsetzbar, was die neue Prozessorklasse selbst für Outdoor- und Mobile-Vehicle-Applikationen prädestiniert. Bei einer Leistungsaufnahme zwischen 3 und 12 W im Normalbetrieb ist die i.MX-8-Prozessorfamilie auch für komplett lüfterlose und solarbetriebene Applikationen geeignet und mit ihrer hochgradigen Integration von Grafik-, Video-, Audio- und Sprachfunktionen sind ebenso HMIs, Rugged-Tablets und Handhelds mit ihr umsetzbar. Selbst wenn diese Devices mit den sparsamsten 3-Watt-Prozessoren bestückt werden, bieten sie bereits eine Performance, die deutlich über dem liegt, was man noch vor einigen Jahren bei Tablets als performant betrachtete. Die integrierten Bildverarbeitungsfunktionen prädestinieren die neuen Prozessoren daneben für Videoanalytik und den Einsatz neuronaler Netzwerk-Technologie für die Objekt-Erkennung und Situational-Awareness-Applikationen, beispielsweise in der kollaborativen Robotik. Welche Prozessoren empfehlen sich aber für den industriellen Einsatz? 

Zunächst hat sich Congatec auf zwei Prozessorklassen der Familie fokussiert, da sowohl der ‚i.MX 8‘ in den Varianten ­QuadMax, QuadPlus und Dual als auch der ‚i.MX 8X‘ für durchgängig industrielle Applikationen entwickelt wurden und deshalb unter anderem den wichtigen – weil kostengünstigen – LVDS-Anschluss für integrierte Displays unterstützen. Den bereits in Serie verfügbare ‚i.MX 8M‘ unterstützt das Unternehmen genau aus diesem Grund derzeit hingegen nicht, denn ihm fehlt der LVDS-Support. Aber wo liegen die Unterschiede zwischen ‚i.MX 8‘ und ‚i.MX 8X‘?