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Embedded Computing: Intels achte Generation erobert Embedded-Module

Am 2. April 2018 hatte Intel rund 30 neue Prozessoren auf den Markt gebracht. Die Hersteller von Computermodulen und Embedded-Boards haben nun ihrerseits die ersten Produkte mit dieser Prozessor-Generation angekündigt.

Intel 8th Gen Core Bildquelle: © Intel

Silizium der achten Intel-Core-Generation

Die achte Intel-Prozessorgeneration trägt den Codenamen "Coffee Lake" und stellt die dritte Optimierungsstufe von Intels 14-nm-Fertigungsverfahren dar, das in dieser Generation 14nm++ genannt wird. Gegenüber der Vorgängergeneration (Kaby Lake, 14 nm+) treten niedrigere Leckströme auf und es sind höhere Taktraten möglich. Zum ersten Mal gibt es bei Coffee Lake Prozessoren mit sechs physischen Kernen.

Für die Embedded-Module verwenden die Hersteller die sog. Coffee-Lake-H-Prozessoren – das sind die leistungsfähigen Notebook-Prozessoren der achten Generation, von denen Intel einige offenbar in seine IoT-Roadmap übernommen hat. Daneben gibt es noch die U-Prozessoren. Das U steht hier für Ultra Low Power. Diese Prozessoren haben eine TDP von 28 W, nur zwei bis vier Kerne und niedrigere Taktraten. Die H-Serie hat vier bis sechs Kerne und eine TDP von 45 W. Damit liegt sie zwischen den Ultra-Low-Power- und den Desktop-Prozessoren, die eine TDP von 65 oder 95 W aufweisen.

Auf dem Embedded-Modulen kommen wahlweise der Core i5-8400H (vier Kerne), Core i7-8850H oder der Xeon E-2176M mit jeweils sechs Kernen zum Einsatz. Ihnen ist gemeinsam, dass sie bis zu 64 GB DDR4-Speicher ansteuern, wobei nur der Xeon auch ECC-Speicher unterstützt. Die integrierte Grafikeinheit UHD Graphics 630 versorgt bis zu drei Display unabhängig voneinander mit  4K-Inhalten. Zu den Prozessoren gehört der Chipsatz der Serie 300, der für drahtloses Gbit-WLAN gerüstet ist – wozu allerdings das passende Funkmodul bestückt sein muss. Außerdem ist USB 3.1 der zweiten Generation mit 10 Gbit/s integriert. Ein weiteres, von den Embedded-Herstellern allerdings nicht genutztes Feature ist der sog. »Optane«-Speicher. Hierbei handelt es sich um 16 bis 32 GB fassende M.2-Flash-Speicher, die Zugriffe auf rotierende Festplatten puffern und beschleunigen. Da Embedded-Systeme i.d.R. nur mit Halbleiterspeicher betrieben werden, ist diese Beschleunigung nicht nötig.