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Schülerwettbewerb 'Invent a Chip 2018': Ideen gesucht für die Jobs von übermorgen

Wie werden Digitalisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz den Alltag der Menschen verändern? Wie und woran arbeitet die nächste Generation? Damit beschäftigt sich die neue Runde des Schülerwettbewerbs 'Invent a Chip' vom BMBF und dem VDE.

Die Invent-a-Chip-Preisträger Alexander Zimmer, Julian Liphardt und Philipp Deuster mit ihrer entwickelten intelligenten Autotür Bildquelle: © VDE

Sie gehörten mit zu den Preisträgern bei 'Invent a Chip' im vergangenen Jahr: Philipp Deuster, Julian Liphardt und Alexander Zimmer von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim. Sie überzeugten die Jury mit einer intelligenten Autotür, die Hindernisse und Gefahren erkennt.

In dieser 17. Runde des Wettbewerbs soll das Chipdesign nicht zu kurz kommen, denn das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Texchnologieverband VDE suchen Schüler, die eigene Mikrochips entwickeln möchten. „Diese Mikrochips sind ein wesentlicher Teil der Arbeit der Zukunft. Wir suchen junge Menschen, die heute Ideen für die Arbeit von übermorgen mitbringen“, sagt Ansgar Hinz, VDE-Vorstandsvorsitzender. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Eine Chance, die der Nachwuchs im Wissenschaftsjahr „Arbeitswelten der Zukunft“ ergreifen und gestalten kann.

2017 nahmen 2.150 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teil. Die Ideen für neue Mikrochips reichten von der mitdenkenden Autotür über moderne Rettungswagen bis zum Zukunfts-WC. Jugendliche der Klassen acht bis 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen können sich in der aktuellen Wettbewerbsrunde als Team oder alleine beteiligen. Einsendeschluss ist der 31. März 2018. Neben der Beantwortung von 20 Fragen rund um das Thema „Work 4.0“ und „Chipdesign“ sind innovative Ideen für neue Mikrochips erwünscht, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. „Das eigene Berufsleben mag noch weit weg sein, doch schon jetzt wissen wir, dass einzelne Berufsfelder verschwinden und ganz neue Arbeitsgebiete entstehen. Jugendliche können aktiv mitwirken. Ihr Forschergeist und das Interesse an Mikrochips sind für unsere Zukunft unverzichtbar“, erklärt Hinz.

Die zehn besten Chip-Entwürfe kommen eine Runde weiter. Die ausgewählten Jugendlichen lernen in einem Workshop Anfang Mai 2018 am Institut für Mikroelektronische Systeme an der Leibniz Universität Hannover die notwendigen Fähigkeiten fürs Chipdesign. Sie lesen Sensoren aus, steuern Aktoren an und erfahren, wie sie ihre Projekte mit frei programmierbaren Logikgattern umsetzen können. Profis stehen ihnen dabei zur Seite. Im Anschluss bleibt bis Mitte September  2018 Zeit, die Projekte weiter zu bearbeiten und sich mit den anderen Teams im Internetforum auszutauschen. Die Preisverleihung findet Mitte November 2018 vor Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beim ‚VDE Tec Summit‘ in Berlin statt. Neben Geldpreisen erwartet die Gewinner auch die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie Messepräsentationen und ein mehrtägiges Schnupperpraktikum bei Bosch.