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TQ-Systems: Auf SMARC gesetzt

Der Einstieg in das SMARC-­Geschäft ist für TQ-Systems ein kleiner Paradigmenwechsel: Bislang bot man bei RISC-CPU-­Modulen proprietäre Formate an, jetzt setzt das Unternehmen auf den SMARC-Standard.

SMARC-Module von TQ-Systems Bildquelle: © TQ-Systems

TQ-Systems will SMARC-Module sowohl mit ARM- als auch x86-Prozessoren anbieten.

„Proprietäre Lösungen haben für einen weiten Kundenkreis auch jetzt noch ihren Charme und Nutzen. Jedoch decken wir damit nur rund 15 % des Marktpotenzials ab“, erklärt Josef Fromberger, Leitung Geschäftsbereich TQ-Embedded. „Zudem sind Standards international eine gute Visitenkarte.“

Da CoMs im Allgemeinen Träger-Boards benötigen – die entwickelt und gefertigt werden müssen – hat TQ beste Voraussetzungen, auch mit diesen Zusatzgeschäften weiter zu wachsen. „Wir wollen nicht einfach nur ein weiterer SMARC-Anbieter sein“, betont Fromberger, „denn wir haben als E²MS-Anbieter eine ganz andere Ausgangsposi­tion“. So fließen die Erfahrungen aus den anspruchsvollen vertikalen Märkten Medizin, Energie und Aviation in die Designs ein, um sie dort auch einsetzen zu können. „Hinzu kommt die volle Traceability in der eigenen Fertigung bei all unseren Produkten sowie ein ausgeklügeltes Obsolescence Management“, ergänzt Fromberger.

SMARC 2.0 ist kein reiner RISC-Standard, da auch x86-Prozessoren zum Einsatz kommen können. TQs Erstling nutzt dies mit Intels Atom-3900-Serie (Apollo-Lake-I) entsprechend aus – es soll aber demnächst auch ein ARM-Modul auf Basis des i.MX8 folgen.