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Panel- und Embedded-PCs: Raspberry Pi für die Industrie

Fortsetzung des Artikels von Teil 5.

Die Alternativen

Bei anspruchsvolleren Anforderungen von Kundenseite bezüglich des Umgebungstemperaturbereichs oder der Langzeitverfügbarkeit kann es sinnvoll sein, vom Einsatz einer Raspberry-Pi-basierten Lösung abzuraten und alternativ die anderen seit Jahren erprobten und bewährten Industrie- und Panel-PC-Lösungen der emPC- und emView-Serien zu wählen. 

Hardwareseitig liegen andere Systeme in der gleichen Leistungsklasse wie der Raspberry Pi, sind dazu aber modular aufgebaut und können um zusätzliche Schnittstellen erweitert werden. Die klassischen industriellen Rechner verfügen bei Bedarf über eine aufwendige passive Kühllösung für den zuverlässigen Betrieb bei Umgebungstemperaturen von –40 bis +60 °C.

Von der Softwareseite sind die notwendigen Anpassungen beim Wechsel von Raspberry-Pi-basierten Systemen auf ein weiteres System der emPC-Serie, zum Beispiel dem emPC-A/iMX6, ebenfalls sehr überschaubar. Raspbian auf dem Raspberry Pi und Debian auf dem emPC-A/iMX6 unterscheiden sich nur in Details und für viele Anwendungen lassen sich die gleichen Pakete über den jeweiligen Paketmanager nachinstallieren. Ist etwa eine C/C++-Toolchain für ARM zur Software-Entwicklung im Einsatz, so ist diese auf beiden Systemen gut vergleichbar, weil der gleiche ARM-HardFloat-Compiler verwendet werden kann. Eine indivi­duelle Beratung der Kunden je nach Anwendungsbereich ist hier wichtig, um zu klären, wann ein Wechsel auf alternative emPCs oder emViews sinnvoll ist.