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Panel- und Embedded-PCs: Raspberry Pi für die Industrie

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

100 % kompatibel

Panel-PC emView-7-RPI3, Janztec Bildquelle: © Janz Tec

Der Panel-PC emView-7/RPI3 ist mit Anschlüssen für Versorgungsspannung, I/O, CAN-Bus, RS232/RS485, Netzwerk, USB und serieller Konsole ausgestattet.

Der emView-7/RPI3 besitzt die gleichen Schnittstellen wie der Embedded-PC emPC-A/RPI3. Er ist 100-prozentig kompatibel zu den frei verfügbaren Standard-Raspberry-Pi-Betriebssystemen: Linux-Distribution Raspbian und Microsoft-Windows-10-IoT-Core. Ein wesentliches Feature ist die von Janz Tec entwickelte Basisplatine, welche die stabile 5V-Spannungsversorgung des Moduls sicherstellt. Der Eingangsspannungsbereich liegt bei 9 bis 32 V und ist somit ideal für den 24- und 12-V-Betrieb geeignet. Dabei werden die Versorgungspannung und die industriellen Schnittstellen CAN Bus, serielle Schnittstelle RS232/RS485 sowie die je vier digitalen Ein- und Ausgänge auf einer gemeinsamen 24-poligen I/O-Buchse realisiert. Über eine D-Sub-Buchse wird eine serielle Konsole bereitgestellt, so dass Debug- und Wartungsarbeiten über eine Terminalverbindung möglich sind. Der Einsatztemperaturbereich zwischen 0 und +45 °C ist ein wenig eingeschränkter als bei manchen anderen industriellen Raspberry-Pi-basierten Produkten, aber der Fokus von Janz Tec liegt auf dem möglichst zuverlässigen Dauerbetrieb des Systems unter Berücksichtigung der Limitierungen des Moduls. 

Schon bei der Entwicklung der Basisplatine stand die spätere Softwarekompatibilität zu Mainline-Linux-Treibern im Vordergrund. Aus diesem Grund wählte man für die industriellen Schnittstellen elektronische Bauteile aus, die auch auf anderen Hat-Erweiterungsplatinen zu finden sind. Der Micro- chip-MCP2515-CAN-Controller steuert den galvanisch getrennten CAN-Bus-Anschluss und ein NXP-SC16IS740-UART stellt die zwischen RS232 und RS485 umschaltbare serielle Schnittstelle bereit. Angesprochen werden die Schnittstellen über Standard-Linux-Techniken, wie die SocketCAN-Bibliothek für den CAN-Bus und dem Linux-Gerätenamen /dev/ttySC0 für die serielle Schnittstelle. Die je vier digitalen Ein- und Ausgänge und die zwei Benutzer-LEDs sind intern an die GPIO-Anschlüsse angeschlossen. Damit steht eine Vielzahl an frei verfüg-baren Bibliotheken und Anwendungen zu deren Programmierung und Ansteuerung bereit.