Sie sind hier: HomeSteuerungsebeneFernwirken

Smart Home: ABB, Bosch und Cisco vereinbaren Joint Venture

Der Aufbau und Betrieb einer offenen Software-Plattform für das vernetzte Haus – das sogenannte Smart Home – haben ABB, Bosch und Cisco im Visier. Jetzt wollen sie zu diesem Zweck ein internationales Gemeinschaftsunternehmen gründen. Der Sitz des Joint Ventures soll in Deutschland sein.

Smartphone mit Steuerungs-App. Bildquelle: © Robert Bosch GmbH

Smart Home: Heizungssteuerung mit der Smartphone-App.

Für ein Smart Home ist es entscheidend, dass möglichst viele Geräte und Anlagen im Haushalt einfach und sicher Informationen untereinander sowie mit Smartphones und Tablets austauschen. Um diesen einfachen Datenaustausch zwischen Geräten von unterschiedlichen Herstellern zu ermöglichen, beabsichtigen die Unternehmen ABB [1], Bosch [2]und Cisco [3] nun die Gründung eines Joint Ventures, das die Entwicklung einer offenen Software-Plattform zum Ziel hat. Mittels dieser sollen sich Nutzer künftig keine Gedanken mehr über unterschiedliche Technologien machen, um ihre elektrischen und elektronischen Geräte zuhause zu steuern. Die neue Software-Plattform soll zudem die Bereitstellung diverser Dienstleistungen zu den Geräten ermöglichen, etwa in den Bereichen Energiemanagement, Sicherheitstechnik sowie Unterhaltung. Neue Geschäftsmodelle würden dadurch begünstigt werden, so Cisco: So können etwa Software-Entwickler die unterschiedlichsten Apps für diese Einsatzfelder programmieren.

Zudem wollen die Joint-Venture-Partner Anbietern aus den Bereichen Hausgeräte, Unterhaltungselektronik, Heimautomatisierung und Internet-Dienstleistungen die Mitarbeit in einem Business Ecosystem ermöglichen. Dieses Business Ecosystem soll die Zusammenarbeit erleichtern und unterschiedliche Nutzeranforderungen in die Entwicklung der Software-Plattform mit einbeziehen.

Die Genehmigung des Joint Ventures durch die Kartellbehörde vorausgesetzt, soll das Gemeinschaftsunternehmen Anfang 2015 seine Tätigkeit aufnehmen.

Bereits im Oktober 2013 [4] hatten die drei genannten Unternehmen - damals noch mit LG [5] - in einem "Memorandum of Understanding" vereinbart, zukünftig bei Software und Datenaustausch für das Smart Home zu kooperieren. Zwar ist LG nun nicht Teil des Joint Ventures, will aber im Rahmen einer geplanten Partnerorganisation das Vorhaben zusammen mit weiteren Unternehmen bei der Weiterentwicklung der offenen Standardplattform unterstützen.