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Wearables in der Industrie

29. Januar 2020, 14:26 Uhr   |  Günter Herkommer


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Assisted Reality in der Praxis

Alle nötigen Informationen immer zur Hand – für höchste Qualität bei jedem Arbeitsschritt.
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Alle nötigen Informationen immer zur Hand – für höchste Qualität bei jedem Arbeitsschritt.

Alle benötigten Informationen erscheinen auf dem Display der Brille. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass zusätzliche Informationen für einen verbesserten Workflow sorgen, sondern auch, dass der Träger die Hände frei hat. Somit kann sich der Mitarbeiter beispielsweise ohne Unterbrechung nochmals seinen Fertigungsplan anzeigen lassen, ohne die Hände vom Werkstück nehmen zu müssen.

Fanden sich bis vor einiger Zeit AR-/VRAnwendungen überwiegend in der Automobilindustrie, bei Logistikern oder in großen Technologieunternehmen, haben sich deren Einsatzbereiche in den letzten Jahren maßgeblich erweitert. So profitieren heute auch branchenübergreifend Mittelständler genauso wie Unternehmen aus der Fertigungs- oder Prozessindustrie von diesen Lösungen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Einsatz-Szenarien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ein Beispiel: Fließbandarbeiter und Produktionsmitarbeiter erledigen ihren Job häufig analog, denn sie haben meist sprichwörtlich »alle Hände voll zu tun«.
Hier eignet sich die Implementierung von AR-Lösungen mit intelligenten Datenbrillen. Damit können Mitarbeiter auf dem Display der Brille zu jeder Zeit Daten abrufen, die ihnen ihre Aufgaben erleichtern. Ein extra Plus: Neue und ungelernte Arbeitskräfte werden dadurch schneller eingearbeitet. Denn mit einfachen Anleitungen, die Schritt für Schritt im Display der Datenbrille eingeblendet werden, weiß der Träger genau, was zu tun ist.

Darüber hinaus kann mit einer solchen Lösung mühelos Remote Support gewährleistet werden. Sollte ein unvorhergesehenes Problem auftreten, erhält der Träger der Brille aus der Ferne unverzüglich passgenaue Hilfestellungen, etwa durch die integrierte Freisprechfunktion. Dafür kann er mittels Sprachsteuerung seinen Vorgesetzten oder einen erfahreneren Kollegen kontaktieren. Der Experte auf Abruf sieht durch die Kamera der Smart Glasses genau das, was der Mitarbeiter am Band vor sich hat, und kann umgehend bei der Entscheidung zum weiteren Vorgehen helfen, ohne dass er selbst am Einsatzort sein muss. Das ist auch gerade dann hilfreich, wenn Fernwartung benötigt wird, weil beispielsweise ein Unternehmen Werke an unterschiedlichen Orten betreibt.

Ein weiteres Einsatzbeispiel für AR ist der Bereich Qualitätssicherung. Eine
gleichbleibend hohe Qualität ist eines der wichtigsten Kriterien, die ein Unternehmen erfüllen muss. Mit einer AR-Lösung entfällt beispielsweise das fehleranfällige Abhaken von Checklisten. Dank der integrierten Sprachsteuerung hat der Mitarbeiter die Hände frei und kann das Band fortlaufend im Auge behalten. Zudem lassen sich durch die integrierte Videofunktion in den Smart Glasses Prozesse detailliert dokumentieren und so Nachfragen oder Unklarheiten vermeiden.

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1. Wearables in der Industrie
2. Was steckt hinter den Begrifflichkeiten?
3. Assisted Reality in der Praxis
4. Hemmschuh Implementierung?

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