Schwerpunkte

Wireless Safety

Sicher bedienen via Funk - (wie) geht das?

19. September 2019, 02:30 Uhr   |  Dr. Christian Hüttner


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Funktionale Tasten via Funk

Akkubetrieb Handbediengrät, Keba
© Keba

Im Akkubetrieb ist das Handbediengerät bis zu vier Stunden nutzbar.

Ein Tastendruck soll üblicherweise zur unmittelbaren Reaktion führen. Beim Aktivieren einer Bewegung mag es akzeptabel sein, dass eine Bewegung einmal nach 50 ms und ein anderes Mal nach 200 ms Reaktionszeit initiiert wird (bis 100 ms nimmt Studien zufolge der Mensch dies noch als unmittelbar wahr). Beim Stopp der Achse oder Stoppen einer Maschine hingegen, kann eine nicht garantierte Reaktionszeit Nachlaufzeiten zur Folge haben, was zu Genauigkeitsproblemen oder im schlimmsten Fall zur Zerstörung von Werkstücken führt. Ein zudem nicht vorhersehbarer Nachlauf lässt sich auch von einem erfahrenen Bediener nicht in den Griff bekommen – damit sind Bewegungs- und Verfahrtasten mit undefinierten Reaktionen ergonomisch unbrauchbar.

Eine Alternative ist, die Kommunikation der sicheren Signale auf andere Technologien zu legen. Hier bietet sich zum Beispiel Bluetooth mit seinem Frequenzsprungverfahren und der Trennung der Bandbreiten an. Sicherheitssignale mit minimaler Bandbreite können auf diese Weise unabhängig von den WLAN-Signalen des Bediengerätes und unabhängig von anderen WLAN-Teilnehmern übertragen werden. Mit anderen Worten: Es lassen sich damit stabile Reaktionszeiten von garantiert unter 100 ms unabhängig von der WLAN-Last erzielen. Dieses Verfahren der getrennten Funkstrecken gewährleistet eine robuste sichere Funkverbindung (Verfügbarkeit) bei schnellen und garantierten Reaktionszeiten.

Seite 2 von 4

1. Sicher bedienen via Funk - (wie) geht das?
2. Funktionale Tasten via Funk
3. Wirkbereich der sicheren Bedienung
4. Die Umsetzung am Beispiel KeTop T15x safe wireless

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

KEBA AG