Prozessleittechnik

Sechs Schleusen - ein Leitstand

22. Juni 2016, 14:11 Uhr | Stefan Niermann

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Komplexe Prozesse

Darüber hinaus war das Projekt an sich komplex. Jede der sechs Schleusen hat je nach Größe zwischen 2500 und 4500 zu verarbeitende Prozessvariablen, der in Mettlach eingerichtete zentrale Leitstand sogar um die 15.000. Knackpunkt bei der Vernetzung war die Datenkonsistenz, da die Daten der einzelnen lokalen Server im Leitstand auf Abruf als Abbild angezeigt und korrekt mit den dort eingegebenen Steuerbefehlen verknüpft werden müssen. Bei der Übertragung von Befehlen dürfen trotz der großen Menge an Rangierungen keine Fehlleitungen passieren.

„Die Anlagensteuerung von Schleusen ist deutlich komplexer, als man gemeinhin annimmt. Mit den Befehlen ‚Tor auf‘ / ‚Tor zu‘ oder ‚Wasser rein‘ / ‚‚Wasser raus‘ ist es nicht getan. Beispielsweise müssen die Heizung der Schleusentore, das Einströmen von Luft zur Beseitigung von Ablagerungen auf dem Flussbett, die hydraulischen Pumpen, die Ampel-Anlagen für die Schiffe sowie die Videoübertragung der Überwachungskameras gesteuert werden“, erklärt Uwe Frigger, Bereichsleiter Produkte IT & Automation bei HST.

 

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