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Monitoring für mehr Nachhaltigkeit

19. September 2022, 9:08 Uhr | Dennis Trosdorff

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Alles im Blick

Monitoring für mehr Nachhaltigkeit
In der neuen Systemlandschaft sind zwölf Abfülllinien sowie angebundene Nebenanlagen integriert.
© Actemium

Nach der erfolgreichen Implementierung steht Krombacher ein Monitoring verschiedener Bereiche in übersichtlichen Dashboards zur Verfügung – von den einzelnen Abfülllinien und den Energiedaten über die Stammdatenpflege bis hin zur Betriebsdatenerfassung und dem Berichtswesen. Das Monitoring der einzelnen Bereiche enthält unter anderem:

Abfülllinien:

  • Komplette Anlagen mit Übersicht über aktuelle Aufträge, Echtzeitdaten und OEE (Overall Equipment Effectiveness),
  • Status einzelner Maschinen wie Abschieber, Füller oder Einpacker mit Live- und Trend-Daten (u.a. Ist- und Soll-Werte),
  • Alarmübersicht mit automatischer Erfassung von Störungen und Stillständen sowie ihrer Klassifizierung (besonders wichtig zur Ermittlung der OEE).

Energiedatenerfassung und -management:

  • Überblick der Livedatenauswertung,
  • grafische Darstellung der Aufteilung der Stromverbräuche in Echtzeit, bspw. Betriebswerte der Blockheizkraftwerke (BHKWs) inkl. Anteilanzeige der Stromerzeugung (BHKWs und Energieversorger) und Verbrauchern (u.a. Sudhaus und Abfüllanlagen),
  • Anteile beim Luftdurchsatz von Verdichtern und die Versorgung einzelner Anlagen.

Zentral verwaltetes Reporting:

  • Zentrale Verwaltung von Berichten zu Anlagen inkl. Rechtemanagement zur Beschränkung auf bestimmte Mitarbeiter,
  • automatisches Ablegen und Versenden von Berichten im System,
  • strukturierte Suche von Berichten nach Anlagenbereichen.

Stammdatenpflege und Produktionsforecast:

  • Verwaltung von Produkt- und Anlagenstammdaten für jede Anlage inkl. Soll- und Einstellleistung sowie Verbrauchsmaterial,
  • Forecast-Berechnungen nach Tag-, Wochen- und Schichtplan,
  • direkte Anpassung von Schichtplänen,
  • direkte Übernahme der Produktplanung aus SAP.

Volle Transparenz

 

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Monitoring für mehr Nachhaltigkeit
Rainer Bub (l), Projektleiter bei Krombacher, und Ralf Kirchner (r), Projektleiter bei Actemium, erhalten durch das erweiterte Monitoring volle Transparenz.
© Actemium

Durch die neue, von Actemium geplante und implementierte Systemlandschaft erhält Krombacher eine deutlich höhere Transparenz zum Prozess- und Maschinenzustand seiner insgesamt zwölf Abfülllinien. Indem der Getränkehersteller zudem Daten nicht nur auslesen, sondern auch auf Steuerungen zurückschreiben kann, lässt sich auch der Automatisierungsgrad in der Produktion erweitern. Informationen aus unterschiedlichen Produktionsbereichen lassen sich miteinander verknüpfen, um so Abhängigkeiten und Auswirkungen darzustellen, was die Produktions- und Betriebsplanung erleichtert, beschleunigt und damit verbessert. So können beispielsweise Kapazitäten in der Produktion in Echtzeit miteinander verglichen und dadurch besser aufeinander abgestimmt werden. Die Mitarbeitenden können Anlagendetails an Displays in den Produktionshallen jederzeit einsehen sowie Parameter bei Bedarf anpassen und darauf reagieren.

Actemium hat das System auf eine hohe Skalierbarkeit und Erweiterbarkeit ausgelegt. So könnten zum Beispiel zusätzlich Produktionsbereiche und weitere Standorte von Krombacher eingebunden werden, um standortübergreifend die Möglichkeit für Monitorings, Visualisierung und Reportings zu haben. Die gesamte Schaltlogik der Energieversorgung ließe sich ebenfalls integrieren: zum einen etwa für die Folgeschaltung der BHKWs sowie der Kälteanlagen, zum anderen für die automatische Lastabschaltung. Das Potenzial ist also noch lange nicht ausgereizt, was verdeutlicht: Krombacher ist bereit für die Zukunft.


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